Roger Schawinski äussert sich in einem ausführlichen Interview in der Neuen Zürcher Zeitung zur SRG und der Halbierungsinitiative. Der Radio1-Chef sagt, er werde die «radikale Halbierungsinitiative ablehnen». Bei 200 Franken müsste die SRG massive Einschnitte machen. Doch zu einem Vollprogramm gehörten sowohl der Sport als auch die Unterhaltung. Der Medienpionier ergänzt: «Wenn sie jedoch durchkommen sollte, dann ist es das Verschulden der SRG. Und dies müsste zum Rücktritt der gesamten Geschäftsleitung führen. Sie hätte mutwillig das grösste Debakel provoziert, das die SRG je erlebt hat.»
Schawinski übt konkrete Kritik an der Kommunikationsstrategie. In der Haltung der SRG zeige sich grosses Unverständnis gegenüber den Privilegien, die sie geniesse und die sie auch mit 300 Franken und einer runden Milliarde fester Einnahmen pro Jahr weiter geniessen würde. In dieser Hinsicht verkenne sie, dass «Bundesrat Albert Rösti ihr einen grossen Schritt entgegengekommen ist», um der SVP-Initiative den Wind aus den Segeln zu nehmen. Schawinski sagt: «Doch statt für den vorgeschlagenen Kompromiss dankbar zu sein, greift die SRG Rösti heftig an. Das ist eine sehr unkluge Kommunikationsstrategie.» (wid)
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22.12.2023 18:06 Uhr
22.12.2023 14:25 Uhr

