22.12.2023

Halbierungsinitiative

Schawinski kritisiert SRG-Kommunikation

Der Medienmacher bezeichnet die Kommunikationsstrategie der SRG im Zusammenhang mit der Vorlage «200 Franken sind genug!» in einem Interview in der NZZ als «unklug».
Halbierungsinitiative: Schawinski kritisiert SRG-Kommunikation
Radio1-Chef Roger Schawinski im September 2022. (Bild: Keystone/Urs Flueeler)

Roger Schawinski äussert sich in einem ausführlichen Interview in der Neuen Zürcher Zeitung zur SRG und der Halbierungsinitiative. Der Radio1-Chef sagt, er werde die «radikale Halbierungsinitiative ablehnen». Bei 200 Franken müsste die SRG massive Einschnitte machen. Doch zu einem Vollprogramm gehörten sowohl der Sport als auch die Unterhaltung. Der Medienpionier ergänzt: «Wenn sie jedoch durchkommen sollte, dann ist es das Verschulden der SRG. Und dies müsste zum Rücktritt der gesamten Geschäftsleitung führen. Sie hätte mutwillig das grösste Debakel provoziert, das die SRG je erlebt hat.»

Schawinski übt konkrete Kritik an der Kommunikationsstrategie. In der Haltung der SRG zeige sich grosses Unverständnis gegenüber den Privilegien, die sie geniesse und die sie auch mit 300 Franken und einer runden Milliarde fester Einnahmen pro Jahr weiter geniessen würde. In dieser Hinsicht verkenne sie, dass «Bundesrat Albert Rösti ihr einen grossen Schritt entgegengekommen ist», um der SVP-Initiative den Wind aus den Segeln zu nehmen. Schawinski sagt: «Doch statt für den vorgeschlagenen Kompromiss dankbar zu sein, greift die SRG Rösti heftig an. Das ist eine sehr unkluge Kommunikationsstrategie.» (wid)


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KOMMENTARE

Victor Brunner
22.12.2023 18:06 Uhr
Die Kritik muss viel weitergehen, die ganze SRG unter Führung von Cina, Marchand, Wappler ist ein träger, selbstgefälliger Laden geworden. Motto: "Wir sind die Grössten, die Besten, wir sind unersetzlich". Anstelle wir haben verstanden, wir wollen auch mit weniger Budget besser und effizienter werden kommen Drohungen und jammern. SRG hat nur Zukunft mit einem neuen innovativen Management die auch in die mittlere, lahme Führungsebene, die ideologisch Selbstgefälligen vor der Kamera in die Realität holt.
Erich Heini Heini
22.12.2023 14:25 Uhr
Er kritisiert einiges mehr als nur die Kommunikation. Es geht auch um Inhalte, um bisher ungebremste Ueberheblichkeit.
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