Das Bakom klärt derzeit ab, ob bei der SF-Sendung "Swiss Award" Schleichwerbung betrieben wurde. Im Zentrum der Untersuchung steht, ob Autos des VW-Konzern und Uhren von Omega unzulässig angepriesen und die Sponsoren nicht genügend deklariert wurden, wie die Sonntagszeitung berichtet. "Wir haben kritische Szenen gesehen und die SRG aufgefordert, uns die Sponsorenverträge zu schicken", sagt Susanne Marxer vom Bakom. Gemäss dem neuen RTVG müssen Produkteplatzierungen zu Beginn der Sendung gekennzeichnet und das zur Verfügung gestellte Produkt genannt werden. Zudem darf die Platzierung "keine Werbewirkung" erzeugen.
Beim "Swiss Award" stiegen die Prominenten zu Beginn der Show aus einer Limousine von VW. Danach wurden vier Personenautos unter den Zuschauern verlost. Möglicherweise sei das verloste Automodell werbend angepriesen worden, erklärt Marxer. Heikel ist laut "SonntagsZeitung" auch der Limousinendienst. VW werde zwar als Sponsor genannt, doch falls es sich um ein Product Placement handle, genügt das nicht. Ebenfalls genau anschauen will sich das Bakoms den Auftritt von Omega. Die Uhren sind integriert in die Trophäen, welche die Schweizer des Jahres erhalten.
Die SRG, die wegen des laufenden Verfahrens keine Stellung zum Fall nehmen will, hat bis zum 8. Februar Zeit, dem Bakom die Verträge zuzustellen. Erhärtet sich die Vermutung wegen Schleichwerbung und fehlender Deklaration des Product Placements, wird das Bakom ein Aufsichtsverfahren eröffnen.

