Die Vereinigten Staaten stehen auf einem weltweiten Index der Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" für die Beachtung der Pressefreiheit nur auf dem 17. Platz. Die Schweiz liegt mit dem 15. Rang nur knapp vor den USA. "Gravierende Einschränkungen der Pressefreiheit" würden auf jedem Kontinent verzeichnet, teilte die Interessenvertretung am Mittwoch in Berlin mit. Unter den 20 Ländern mit den "gröbsten Verstössen" befinden sich demnach neben afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Staaten auch die europäischen Länder Russland und Weissrussland. Als schlechtester europäischer Kandidat auf der Liste landete Italien auf Rang 40. EU-Beitrittsaspirant Türkei belegt laut Angaben den 99. Platz.
In den USA seien zahlreiche Journalisten verhaftet worden, weil sie in Gerichtsverhandlungen ihre Quellen nicht preisgegeben oder nach dem 11. September 2001 angeblich Sicherheitsbestimmungen missachtet hätten, teilte "Reporter ohne Grenzen" weiter mit. Costa Rica dagegen wird nach "Fortschritten in der Pressefreiheit" auf Rang 15 geführt. Die Ergebnisse machten deutlich, dass es auch unter schlechten wirtschaftlichen Bedingungen für Staaten möglich sei, die Pressefreiheit zu achten.

