Sieben Auslandsreportagen erhalten Zuschüsse

Real 21 - Der Medienfonds von MAZ und Alliance Sud unterstützt Recherchen in Lateinamerika, Afrika und Asien mit je 2000 bis 5000 Franken. Die Beiträge sollen unter anderem in der Republik, der WOZ und in NZZ Format erscheinen.

In der zweiten Ausschreibung dieses Jahres hat die Jury von Real 21 sieben Gesuche berücksichtigt, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. In der ersten Runde im Frühling waren acht Reportagen mit je 2000 bis 4000 Franken zum Zug gekommen (persoenlich.com berichtete). Wie viele Anträge diesmal eingingen und wie viel Geld insgesamt gesprochen wurde, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Die Republik erhält zwei Zusprachen: für eine Reportage über ein mexikanisches Fischerdorf, das die geplante Fabrik eines Schweizer Konzerns blockiert, und für eine über Ungleichheit auf den Malediven in der Klimakrise. NZZ Format plant einen Beitrag zu den Folgen der Energiewende in Peru, die WOZ einen zum irregulären Lithiumabbau in Nigeria. Für Radio RaBe entsteht ein Beitrag über die queere Szene in Valparaíso unter Chiles Präsident José Antonio Kast. Zwei Projekte betreffen den Libanon: das Zusammenleben der Religionsgruppen (Bref Magazin) und äthiopische Frauen in Beirut (Zeitschrift Sonntag).

Real 21 bezeichnet die Jury als unabhängig. Ihr gehören allerdings auch Jurypräsident Marco Fähndrich, Kommunikationsverantwortlicher bei Alliance Sud, und Martina Fehr an, die das MAZ leitet und den Verein präsidiert.

Das MAZ und Alliance Sud haben den Verein 2015 gegründet. Der Medienfonds beteiligt sich an Recherche- und Reisekosten für Berichte über globale Entwicklung in Deutschschweizer Medien. 2026 stehen dafür höchstens 50’000 Franken zur Verfügung, finanziert unter anderem von den Stiftungen Volkart, Temperatio und Vontobel. (pd/nil)