Medienfrauen haben am Mittwoch anlässlich des Frauenstreiktags eine Redaktionstour durch Zürich absolviert (persoenlich.com berichtete). Diese startete um 9 Uhr bei SRF und ging weiter zu CH Media, WOZ, Watson, Ringier, NZZ, Tamedia und Republik.
Auf der Redaktionstour wurden die Forderungen persönlich überreicht. Unterzeichnet wurden diese bislang von rund 450 Personen (Stand Donnerstag 20 Uhr). Die Kernforderungen sind Schutz vor Belästigung; Lohngleichheit; Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Mental Health; Frauen in Führungspositionen; kein Sexismus, kein Rassismus und mehr Diversität in der Berichterstattung.
Jetzt übergeben wir unseren Forderungskatalog zusammen mit mehreren Dutzend Medienfrauen an die @SRF Direktorin Nathalie Wappler! Next stop: @chmediaag ! pic.twitter.com/KH4ekTduQL
— medienfrauenstreik (@nowomennonews) June 14, 2023
Jetzt bei @chmediaag ! pic.twitter.com/cBlWnvQHAG
— medienfrauenstreik (@nowomennonews) June 14, 2023
Offensichtlich hat sich einiges getan seit 2019! ??????
— SSM - die Mediengewerkschaft (@syndicat) June 14, 2023
Damit die Zahlen noch besser werden, kämpfen wir auch auf der @Wochenzeitung Redaktion für noch mehr #Gleichstellung ??? https://t.co/sdwT6VHvSM pic.twitter.com/WpcZ58VyAS
✊?✋?Wir setzen auch auf der Redaktion von @watson ein klares Zeichen #gegenSexismus und für #Gleichstellung! ? pic.twitter.com/LIhdl51nAP
— SSM - die Mediengewerkschaft (@syndicat) June 14, 2023
@SteffiBuchli nimmt bei @ringier_ag unseren Forderungskatalog entgegen! Sie sagt: "Wir sind daran unsere Schlagzeilen zu verbessern."
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Gut.
Wir achten drauf!#nowomennonews pic.twitter.com/HXJZtUyCkb
Übergabe unserer Forderungen bei @Tamedia pic.twitter.com/hQHK9Ipa6W
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Übergabe unserer Forderungen beim @RepublikMagazin!#nowomennonews#feministischerstreik pic.twitter.com/HLWNDvoUWJ
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Die Redaktionstour wurde unter anderem begleitet durch die Mediengewerkschaft SSM. Diese hat ihre Resolution und einen ausführlichen Forderungskatalog zu Diskriminierung und Belästigung der SRF-Direktion übergeben. Die Mediengewerkschaft SSM schreibt in einer Mitteilung: «Diskriminierung, Sexismus und Belästigung sind ein strukturelles Problem – auch bei SRF.» Die Kommission für Gleichstellung & Diversität fordere einen Kulturwandel. Es brauche eine Veränderung in der Unternehmens- und Führungskultur.
Am Nachmittag trafen sich die Medienfrauen auf dem Kasernenareal und nahmen anschliessend am Frauenstreik-Umzug teil – dies mit dem Motto: «No Women No News». Zehntausende gingen in Zürich auf die Strassen – die Veranstalter sprachen von 120'000 Personen.
Journalistinnen! Ilustratorinnen! Grafikerinnen! Produzentinnen! Bildredaktorinnen! Medienfrauen! Vereinigt euch! #medienfrauenstreik2023 #schweizermedien #14juni pic.twitter.com/zSf54DCji3
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In der ganzen Schweiz sind am Mittwoch Frauen zum feministischen Streik auf die Strasse gegangen. In den 20 grössten Städten demonstrierten sie häufig in Violett gekleidet zumeist friedlich. Auch in Betrieben gab es Aktionen gegen Ungleichheiten bei Lohn und Renten.
Mindestens 20'000 Frauen sind in Bern für die Gleichstellung auf die Strasse gegangen. Sie forderten «Zeit, Respekt, anständige Löhne und Renten». Die Veranstalterinnen sprachen sogar von rund 50'000 Demonstrierenden.
An der Abschlusskundgebung des Berner Frauenstreiks herrschte eine kämpferische, aber friedliche Stimmung. Im Zentrum der Forderungen stand erneut gleicher Lohn bei gleicher Arbeit sowie eine Rentenform, die auch Frauen ein Altern in Würde erlaube. Es brauche den Druck der Strasse für Fortschritte, hiess es. «Wir wollen ein Gleichstellungsgesetz, das beisst», sagte Daniela Karst vom feministischen Streikkollektiv Bern.
Auch in Basel haben am Abend viele Menschen an der Demo teilgenommen. Gemäss Polizeiangaben waren es rund 9000 Personen. Die Kundgebung verlief «friedlich und ohne relevante polizeiliche Vorkommnisse», wie die Kantonspolizei weiter auf Twitter schrieb.
Ein bisschen anders war es in Zürich: Am Mittag brachte der feministische Streik auch den Paradeplatz kurz zum Erliegen. Nach Angaben der Polizei waren bis zu 300 Personen an der Besetzung beteiligt. Die Stadtpolizei setzte der Blockade ein Ende, weil der Tramverkehr dadurch gestört wurde. (cbe/sda)