Aufgrund der stabilen Situation in den Spitälern hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen, die Homeoffice-Pflicht ab Donnerstag in eine Empfehlung umzuwandeln. Nur wenige Stunden nach der bundesrätlichen Medienkonferenz entschied die TX Group: «Ab sofort dürfen die Mitarbeitenden der TX Group in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten ins Büro zurückkehren», so Michele Paparone, Leiter Kommunikation Corporate Services, auf Anfrage von persoenlich.com. «Weiterhin gilt in unseren Räumlichkeiten unser bewährtes Schutzkonzept und natürlich die Maskenpflicht.»
«Heute ist ein guter Tag. Er markiert den Beginn einer neuen Phase dieser schwierigen und langen Krise», sagte Bundespräsident Ignazio Cassis am Mittwoch. Und er kündigte weitgehende Lockerungen an. Mitte Februar könnte es bereits so weit sein. «Sollte der Bundesrat per 17. Februar die Homeoffice-Empfehlung und die Maskenpflicht am Arbeitsplatz aufheben, kehrt in unserem Arbeitsalltag wieder die Normalität ein», so Paparone. Das heisst: Die Mitarbeitenden der TX Group würden wieder im Büro sowie im Mobile Office arbeiten. «Der jeweilige Mix zwischen Büro und Mobile Office orientiert sich an den Bedürfnissen und betrieblichen Anforderungen der einzelnen Unternehmen und Abteilungen der TX Group», sagte Paparone.
Homeoffice dürfte bevorzugt werden
Auch bei CH Media gilt per sofort keine Homeoffice-Pflicht mehr. «Können Mitarbeitende ihre Arbeit problemlos auch von zu Hause aus erledigen, empfehlen wir vorerst aber weiterhin die Arbeit im Homeoffice», teilte Sprecherin Alena Kress am Donnerstag mit. Da am Arbeitsplatz – mit Ausnahme von Einzelräumen – weiterhin die Maskenpflicht gilt, gehen die Verantwortlichen von CH Media davon aus, dass die meisten Mitarbeitenden vorerst ohnehin noch immer bevorzugt zu Hause arbeiten. «Arbeiten Mitarbeitende in den CH-Media-Räumlichkeiten, gelten unsere bewährten Schutzkonzepte sowie selbstverständlich weiterhin die bekannten Abstands- und Hygieneregeln», so Kress.
Auch Ringier reagiert, wenn auch nicht per sofort. «Auf Grundlage der Ankündigung des Bundesrates passt Ringier seine Corona-Policy dahingehend an, dass ab Montag, 7. Februar 2022, eine generelle Homeoffice-Empfehlung gilt», so Ringier-Kommunikationschefin Johanna Walser. Die Office-Anwesenheitsquote pro Team betrage bis auf weiteres maximal 30 Prozent. Dies wurde den Mitarbeitenden am Donnerstagnachmittag kommuniziert.
«Wir werden jedoch die Entwicklung der epidemiologischen Situation genau beobachten und den Maximalbelegungswert gegebenenfalls weiter anheben. In unserer Policy bleiben der 2G-Nachweis als Zutrittsvoraussetzung sowie die Maskenpflicht – auch am eigenen Arbeitsplatz – sofern mehr als eine Person im Raum ist, unverändert bestehen», so Walser weiter.
«Betriebssicherheit geht vor»
Auch an der Zürcher Falkenstrasse wurden bei der NZZ am Donnerstag die internen Schutzmassnahmen gelockert, dies angesichts der aktuellen Entwicklung rund um das Coronavirus und der jüngsten Entscheide des Bundesrats.
«In Absprache mit dem Vorgesetzen beziehungsweise der Vorgesetzten ist es wieder möglich, im Büro zu arbeiten», sagte NZZ-Kommunikationschefin Karin Heim am Donnerstagabend. «Die Anwesenheiten vor Ort sind dabei so zu planen, dass die bekannten Sicherheitsmassnahmen weiterhin konsequent eingehalten werden können, inklusive Abstand und Maskenpflicht.»
Und zu guter Letzt haben auch beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) die vom Bundesrat am Mittwoch erlassenen Lockerungsschritte einige Auswirkungen auf den Betrieb und die Corona-Schutzmassnahmen. Seit Donnerstag können in der SRG maximal 40 Prozent der Homeoffice-Mitarbeitenden wieder gleichzeitig am selben Standort arbeiten – in dieser Quote nicht enthalten sind Mitarbeitende, die zwingend vor Ort arbeiten müssen. Diese Regel gilt für alle fünf Unternehmenseinheiten, die Generaldirektion und die Tochtergesellschaft Swiss TXT. «Für das Arbeiten vor Ort ist vorläufig noch ein 3G-Zertifikat nötig. Zudem ist weiterhin darauf zu achten, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und eine Maske getragen wird», sagte Daniel Knoll, Stabschef und Chief Security Officer bei SRF, gegenüber persoenlich.com.
Der Bundesrat hob nebst der Homeoffice-Pflicht auch die Quarantänepflicht für Kontaktpersonen auf. SRF wendet hier eine eigene Regelung an. «Die vom Bund abgeschaffte Quarantäne für Personen, die zuhause positiv getestete Angehörige/Mitbewohnende haben, bleibt bei SRF aufrecht», so Knoll weiter. Das Risiko zu grosser Personalausfälle und Infektionsübertragungen innerhalb des Betriebs sei derzeit zu gross. Oder wie Knoll zusammenfasste: «Betriebssicherheit geht vor.»

