15.05.2022

NZZ am Sonntag

Sprayer von Zürich gestaltet eine Ausgabe

Finstere apokalyptische Szenen aus Kohle und Tusche ummanteln in der aktuelle Ausgabe die Titel- und Schlussseite. Die Zeichnungen sind das Werk des Zürcher Künstlers Harald Naegeli.

Vor über vierzig Jahren hauchte der Zürcher Künstler Harald Naegeli als nächtliches Phantom mit seinen Kopffüssern und anderen Fantasiefiguren dem Beton der Stadt Leben ein. Dann wurde er geschnappt, verurteilt – und floh. Seit einigen Jahren ist er zurück in seiner Heimatstadt, wo er 2020 mit dem städtischen Kunstpreis geehrt wurde. Für die Kunstausgabe vom 15. Mai stellte er seinen Duktus exklusiv in den Dienst der «NZZ am Sonntag». Das Ergebnis sei ein poetisch-düsterer Tanz mit dem Tod, schreibt die NZZ in einer Mitteilung.

Kunstausgabe «NZZ am Sonntag»_Bundseite Wirtschaft_Gestaltet von Harald Naegeli

Finstere apokalyptische Szenen aus Kohle und Tusche ummanteln für einmal die Titel- und Schlussseite der «NZZ am Sonntag». Weitere dämonische Figuren, tanzende Skelette und kleinere Interventionen finden sich ganzseitig und auch an den Rändern der Kunstausgabe. Die Zeichnungen sind das Werk des Zürcher Künstlers Harald Naegeli. Zum Einsatz kommen dabei Arbeiten, die von 2018 bis 2022 entstanden sind, einige davon eigens für diese Ausgabe.




Harald Naegeli mit Maske

Im Interview mit Peer Teuwsen, Ressortleiter Kultur der «NZZ am Sonntag», und «NZZ Magazin»-Redaktor Urs Bühler äussert sich der Künstler wie folgt zur Kunst in der Zeitung: «Man könnte es auch die Dämonie des Unbewussten nennen. Das Thema ist der Tod und der gegenwärtige Krieg.» (pd/wid)

 




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