Der Gemeinderat Spreitenbach wehrt sich gegen die Abschaltung des privaten Fernsehsehsenders Tele Zürich im nächsten Jahr. Er will deshalb in Zusammenhang mit der Neuverteilung der Sendegebiete an das Bakom gelangen.
Mit der Neuverteilung der Versorgungsgebiete für private Fernsehsender werde Spreitenbach ab 2008 genau im Grenzgebiet der Region 8 (Aargau-Solothurn) und Region 10 (Zürich-Nordostschweiz) liegen, heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderates vom Montag.
Damit dürfe in der Region nur noch Tele M1 über das Kabelnetz verbreitet werden. Für den Gemeinderat sei diese Aufteilung "absolut nicht nachvollziebar". Das Limmattal sei wirtschaftlich klar Richtung Zürich orientiert.
Werde Tele Zürich abgeschaltet, werde Spreitenbach wieder als Randregion wahrgenommen. Der Gemeinderat werde deshalb mit allen Mitteln dafür kämpfen, dass auch künftig sowohl Tele M1 als auch Tele Zürich empfangen werden könnten.
Die Regionalplanungsgruppe Baden Regio wurde deshalb ersucht, das Problem mit den Mitgliedgemeinden zu diskutierten. Spreitenbach möchte gemeinsam mit den andern Gemeinden vorgehen.
Der Gemeinderat werde sich jedoch vorbehalten, allein beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) auf den Missstand aufmerksam zu machen und wenn nötig eine beschwerdefähige Verfügung verlangen, heisst es in der Mitteilung. (sda)

