SRG-Satire wird zum Viral-Hit

No Billag - Der Innerschweizer Satiriker Michael Elsener unterstützt die Gegner mit einem fundierten, witzigen Video. Auch wenn er die SRG verteidigt, spart er nicht mit Kritik: «Das Programm ist nicht immer perfekt. Es gibt viel zu motzen».

Im Kampf um «No Billag» melden sich nun die Gegner vermehrt lautstark zu Wort. Nachdem am Freitag das Komitee «Nein zum Sendeschluss» vor die Medien getreten ist und seine Überlegungen sowie die Kampagnen-Strategie präsentierte (persoenlich.com berichtete), scheint ein Video von Michael Elsener viral zu gehen. Der Beitrag, den er laut luzernerzeitung.ch am Heiligabend auf seiner Facebook-Page veröffentlicht hatte, wurde bislang über 400'000 Mal angeklickt, auf Youtube zählt das Video fast 20'000 Aufrufe.

Der als Imitator prominenter Stimmen bekannte Satiriker warnt vor der Abschaffung der SRG. Die Initiative müsse eigentlich «No SRG» heissen statt «No Billag», sagt er. Auch wenn er zu den Gegnern gehört: Elsener geht durchaus kritisch mit der SRG ins Gericht. So zitiert er beispielsweise den früheren Direktor Roger de Weck: «Den Bachelor empfinde ich als Frauen- wie Männer verachtend. Bei uns finden Sie nichts, das die Menschenwürde tangiert», habe De Weck gesagt. Trotzdem würde Radio SRF3 regelmässig im Web Zusammenfassungen der Bachelor-Sendungen zeigen, so Elsener.

Der 32-Jährige zeigt Hintergründe und weitere Widersprüche auf. Zum Schluss sagt er: «Das SRG-Programm ist nicht immer perfekt, es gibt viel zu motzen. Aber trotzdem möchte ich es nicht abschaffen. Niemand reisst ein Haus ein, nur weil die Türe klemmt». Die SRG brauche keine Abrissbirne, sondern vielmehr «dringend ein paar innovative Handwerker». (eh)