In der Kulturabteilung des Schweizer Fernsehens sollen 30 Vollzeitstellen eingespart werden. Dies schreibt die NZZaS im Interview mit Kulturchefin Susanne Wille, die diese Zahl aber wegen des Konsultationsverfahrens mit den Sozialpartnern nicht weiter kommentieren will, wie sie im Gespräch erklärt. Am Mittwoch, 9. Dezember, soll aber gemäss der SRG-Kaderfrau über die Sparmassnahmen in ihrer Abteilung informiert werden.
Wille erläuterte im Interview, dass die SRG wegen der rückläufigen Werbeeinnahmen unter Spardruck stehe. Bis 2022 seien es bei SRF 16 Millionen Franken, bis 2024 bei der SRG 50 Millionen Franken. Die SRG müsse sich neu erfinden, so Wille, um auch künftig ihren Konzessionsauftrag erfüllen und alle Menschen in der Schweiz erreichen zu können. Die Zeit sei vorbei, wo man einfach sende. Momentan könne ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer die SRG-Programme nicht empfangen.
Gegenwärtig sind 292 von 3043 SRF-Mitarbeitenden im Bereich Kultur tätig, das entspricht 217 Vollzeitstellen. Insgesamt beträgt das Budget für SRF Kultur 70 Millionen Franken. (ma)
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07.12.2020 14:12 Uhr
07.12.2020 13:12 Uhr

