Angesichts der angespannten Finanzlage und der düsteren Konjunkturaussichten hat der Verwaltungsrat SRG beschlossen, die Anzahl Stellen im Jahr 2009 auf dem Niveau des Budgets 2008 zu plafonieren. Darüber hinaus hat er ein weiteres Sparpaket verabschiedet, das bis 2010 zu Einsparungen von gegen 20 Millionen Franken führen soll, heisst es in einer Mitteilung. Dieses Paket wurde zusätzlich zu den bereits laufenden Sparprogrammen von insgesamt 100 Millionen Franken jährlich bis 2010 beschlossen. Die neu verabschiedeten Einsparungen betreffen die Bereiche Immobilien und Verträge sowie die Generaldirektion und haben laut SRG keinen direkten Einfluss auf das Programmangebot.
Die Rechnungen der SRG sind in der Mittelfristplanung mit einem strukturellen Defizit belastet. Dies laut Mitteilung in Folge des nicht aufschiebbaren Investitionsbedarfs und weil seit dem Jahr 2000 teuerungsbereinigt keine zusätzlichen Mittel aus Gebühreneinnahmen geflossen seien. Die weltweite Finanz- und Konjunkturkrise habe nun zu zusätzlichen Risiken geführt: Die Werbeeinnahmen sind im laufenden Jahr rückläufig und werden tiefer ausfallen als prognostiziert. Die Personalkosten steigen mehr als ursprünglich geplant, denn infolge der unerwartet hohen Teuerung per Ende Oktober 2008 wachse die Lohnsumme der SRG um 2,8 Prozent.
Weiter unterstützt der Verwaltungsrat die Sanierung der Pensionskasse der SRG. Wie andere Vorsorgeeinrichtungen weise auch die Pensionskasse der SRG als Folge der Finanzkrise und der massiven Kurseinbrüche an den Börsen eine Unterdeckung auf und müsse gemäss Statuten saniert werden. Der Deckungsgrad von zur Zeit rund 90 Prozent entspricht laut SRG einer Unterdeckung von 170 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat hat darum Massnahmen zur Sanierung verabschiedet. Demnach soll die Pensionskasse mit einer tieferen Verzinsung und der Erhöhung der Beiträge saniert werden. Als Arbeitgeberin soll sich die SRG überproportional an den Sanierungsmassnahmen beteiligen.

Nach diversen Medienhäusern spürt auch die SRG die Finanzkrise.

