Der deutsche Journalist Günter Wallraff hat sich für die Gründung einer Stiftung ausgesprochen, die investigative Recherchen fördern soll. Zurzeit führe er über dieses Vorhaben Gespräche mit Gewerkschaften, verkündete Wallraff laut einem Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" am Jahrestreffen der Journalistenvereinigung "Netzwerk Recherche" in Hamburg. Sinn und Zweck der Stiftung sei die finanzielle Unterstützung der verdeckten Recherche durch die Vergabe von Stipendien.
Wallraff war in den siebziger und achtziger Jahren durch seine verdeckten Recherchen bekannt geworden. Unter falschem Namen hatte er damals bei verschiedenen Unternehmen gearbeitet, um anschliessend Reportagen über die schlechten Arbeitsbedingungen zu verfassen. Nach einer Pause von rund 20 Jahren ist der Journalist seit letztem Jahr wieder als verdeckter Reporter unterwegs.

