Ein internes Stil-Manual mit dem Titel "Die SF-Stylinggrundsätze und SF-Stylingrichtlinien" sorgen am Leutschenbach für Gesprächsstoff, wie die SonntagsZeitung berichtet. Verfasst wurde das Papier von der ehemaligen annabelle-Chefredaktorin Christa Löpfe. Als Ihr Konzept vor drei Monaten vorgelegt worden sei, hätten sich die Betroffenen an Inhalt und Wortlaut gestört. Dies habe in den TV-Studios zu heftigen Diskussionen geführt.
Die Moderatorinnen und Moderatoren hätten sich vor allem an der Überschrift "Das Stylingteam hat das Sagen" echauffiert. Man fühle sich bevormundet, vor den Kopf gestossen und auf die Funktion "der sprechenden Strumpfhose" reduziert, wie eine News-Moderatorin, die ungenannt bleiben will, gegenüber der SonntagsZeitung aussagt.
Das Stylingmanual gibt individuelle Dresscode-Anweisungen. In News-Sendungen sollen "die Outfits in der oberen Preisklasse angesiedelt sein", und man wünscht sich "klassisch gemusterte oder dezent farbige Hemden", zitiert die SonntagsZeitung aus den Richtlinien. In Sport- oder Magazinsendungen gelte die "Mittlere Preisklasse". Allerdings "je älter der Moderator, desto teurer der Anzug."

