Surprise wurde letztes Jahr 20 Jahre alt (persoenlich.com berichtete). Nun gibt es erneut Grund zum Feiern. Das Printmagazin steigerte seine Wemf-beglaubigte Auflagenzahl von 18’137 auf neu 19’418 Exemplare pro Ausgabe. Das seien rund 7 Prozent mehr als im Vorjahr, heisst es in einer Mitteilung. Laut den Machern zeigt das: «Das Modell Strassenzeitung bewährt sich weiterhin nicht nur als soziales Projekt, sondern auch als Print-Publikation.»
Die Auflagensteigerung ist nicht einfach ein geschäftlicher Erfolg. «Für uns ist es ein Beweis dafür, dass engagierter Journalismus seine Berechtigung hat. Denn offensichtlich lesen die Menschen gern Qualitätsjournalismus auf Papier», lässt sich Co-Leiterin Diana Frei in der Mitteilung zitieren.
Die Surprise-Journalisten hätten in all den Jahren an ausführlichen Artikeln festgehalten, weil sie der Meinung sind, dass in der Verkürzung eine Stereotypisierung stattfinde. «Wer jeden Sachverhalt in Kurzfutter und Push-Nachrichten verpackt, muss dafür auf Vorstellungen zurückgreifen, die bereits in den Köpfen verankert sind, um eine Sache verständlich zu machen. Wir wollen das Gegenteil, zementierte Bilder aufbrechen und für das Problem Armut sensibilisieren», schreibt Surprise weiter. (pd/eh)

