Die SVP akzeptiert die Stellungnahme des SF-Ombudsmanns zur beanstandeten Sendung des "Zischtigsclub" nicht. Sie wird ihre Klage an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) weiterziehen, wie die Partei in ihrem Mediendienst schreibt.
Bereits bei der Wahl Casanovas zum SF-Ombudsmann hatte die SVP kritisiert, der ehemalige Vizekanzler und Bundesratssprecher sei zu wenig unabhängig von den politischen Entscheidungsträgern in Bern. Auch hatte die SVP Casanova vorgeworfen, er pflege eine zu grosse Nähe zu SRG-Generaldirektor Armin Walpen.
Die Schweizerische Volkspartei (SVP) ist mit einer Beschwerde gegen die Sendung "Zischtigsclub" vom 1. Mai abgeblitzt. Die Diskussion über den Krach in der SP hat nach Ansicht des SF-Ombudsmanns das Gebot der Sachgerechtigkeit nicht verletzt ("persoenlich.com" berichtete).
Der "Zischtigsclub" hatte neben dem Politbeobachter Iwan Rickenbacher nur aktive und ehemalige SP-Politiker und Gewerkschafter eingeladen. Das Ziel der Sendung war es, die internen Richtungskämpfe innerhalb der SP zu thematisieren. (sda/per)

