Die Gewerkschaft Syndicom macht die «unzureichende Medienförderung» und «politische Entscheide im Parlament» mitverantwortlich für die Schliessung der Lokalzeitung La Région in Yverdon-les-Bains. Alle 19 Mitarbeitenden verlieren ihre Stelle (persoenlich.com berichtete).
In einer Medienmitteilung vom Dienstag argumentiert Syndicom, dass auch die neu gesprochenen Mittel nicht ausreichten, da La Région eine Kürzung statt einen Ausbau erhalten habe. Der Verlag hatte die Einstellung mit finanziellen Gründen begründet, unter anderem mit steigenden Kosten für die Zustellung.
Kritik an beschnittener Förderung
Syndicom kritisiert, dass das jüngste Medienförderungspaket «in seiner ursprünglichen Höhe durch das Parlament massiv beschnitten» worden sei. Dies sei ein «Entscheid der bürgerlichen Mehrheit», der nun «direkte Konsequenzen» habe. Die aktuelle Förderung greife «zu kurz» und erreiche kleine Lokalmedien nicht.
Die Gewerkschaft fordert «ein umfassendes Umdenken in der Medienpolitik» und «gezielte Massnahmen für die Stärkung von Lokal- und Regionalmedien». Syndicom bezeichnet Lokalmedien als «systemrelevant» für die demokratische Meinungsbildung.
Nach den kürzlich angekündigten Entlassungen bei 20 Minutes und lematin.ch ist die Schliessung von La Région ein weiterer Stellenabbau in der Westschweizer Medienlandschaft. Syndicom kündigte an, die betroffenen Mitarbeitenden zu unterstützen und sich politisch weiterhin für eine nachhaltige Medienförderung einzusetzen. (pd/cbe)