03.06.2007

Ringier

TV-Zeitschriften vor Verkauf an Springer

Fusion soll nicht zur Diskussion stehen.

Die Einstellung von Cash und der Verkauf des Abonnentenstamms an den Axel Springer Verlag waren bloss der Anfang: Wie die SonntagsZeitung berichtet, steht ein weiterer Deal zwischen Ringier und dem deutschen Medienkonzern bevor. Dabei soll Springer alle Fernsehprogrammzeitschriften, die Ringier weltweit herausgibt, für knapp 100 Millionen übernehmen. Mehrere Quellen würden dies bestätigen.

Bereits im April hatte das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel vermeldet, dass sich Ringier von insgesamt zwölf Titeln in vier Ländern trennen wolle, darunter auch das auflagenstärkste Schweizer Programmheft Tele ("persoenlich.com" berichtete). Den Preis für das Gesamtpaket veranschlagte der Spiegel damals auf "bis zu 160 Millionen Franken".

Springer-Sprecherin Edda Fels mochte gegenüber der SonntagsZeitung keine Gerüchte kommentieren. Sie bestätigte jedoch "Gespräche zwischen freundschaftlich gesinnten Konzernen". Es stehe aber weder eine Fusion noch eine Übernahme zur Diskussion, meinte Fels zu einer Vermutung, die laut SonntagsZeitung von Mitarbeitern von Ringier immer wieder geäussert wird.

Ebenfalls bestreite Ringier-Konzerleitungsmitglied Thomas Trüb, dass sich der grösste Schweizer Verlag mit der Einstellung von Cash für eine Übernahme durch das Verlagshaus Springer fit getrimmt habe, so die SonntagsZeitung. Sie hält die Argumentation, welche der Ringier-Verlag zur Einstellung seiner Wirtschaftszeitung geliefert hat, für wenig überzeugend.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen