An der Delegiertenversammlung vom 30. Juni 2026 stellt sich Heimgartner, CEO von Ringier Medien Schweiz, nicht mehr zur Wahl in den siebenköpfigen MVFP-Vorstand; per Jahresende scheidet sie aus den Gremien des Verbands aus. Das hatte der MVFP bereits Anfang Juni mitgeteilt.
Der 2022 entstandene Medienverband der freien Presse löste den VDZ als Interessenvertretung der deutschen Zeitschriftenverlage ab. Er ist neben dem BDZV einer der beiden grossen Verlegerverbände in Deutschland.
Mit dem Rückzug Heimgartners stellt sich die Frage nach der weiteren Mitgliedschaft von Ringier, wie das deutsche Fachportal Horizont zuerst berichtete. Ringier Verbandszugehörigkeit auf die Zeit zurück, als das Schweizer Medienhaus mit Titeln wie Cicero und Monopol auch in Deutschland aktiv war. Diese Aktivitäten sind inzwischen verkauft; 2023 endete zudem das Joint Venture Ringier Axel Springer Schweiz, über das Ringier einst zum MVFP gestossen war.
Austauch «weiter von zentraler Bedeutung»
Bei Ringier betont man, die Mitgliedschaft bestehe weiterhin. «Richtig ist, dass Ringier Mitglied im MVFP ist und Ladina Heimgartner MVFP-Vorstandsmitglied. Dieses Mandat wird sie per Ende Jahr abgeben», so Kommunikationschefin Johanna Walser auf Anfrage von persoenlich.com. Der länderübergreifende Austausch im Verband sei für Ringier «weiter von zentraler Bedeutung». Gerade bei Themen wie digitaler Transformation und KI biete der MVFP eine Plattform für gemeinsame Lösungen. Wie Ringier und der MVFP nach dem Ausscheiden Heimgartners künftig zusammenarbeiten, werde derzeit besprochen.

