Verfahren gegen Kaspar Surber eingestellt

WOZ - Die Staatsanwaltschaft bestätigt nach Andreas Glarners Anzeige wegen «Rechtsextrem»-Bezeichnung die Medienfreiheit.

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hat das Strafverfahren gegen WOZ-Journalist Kaspar Surber eingestellt, der SVP-Nationalrat Andreas Glarner als «rechtsextrem» bezeichnet hatte. Dies schreibt Surber in einem Artikel in eigener Sache.

Surber musste sich demnach im Oktober 2023 auf dem Polizeiposten Muri einer Einvernahme stellen, nachdem Glarner ihn wegen übler Nachrede und Beschimpfung angezeigt hatte. Der Fall sei über zwei Jahre hängig gewesen, bevor die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt habe. In der Verfügung habe die Staatsanwaltschaft die verfassungsrechtlich verankerte Medienfreiheit und die staatspolitische Aufgabe der Medien betont.​

Die Behörde folgt damit laut Surber der Argumentation des Aargauer Obergerichts, das bereits Journalist Hansi Voigt freisprach (persoenlich.com berichtete). Voigt hatte Glarner auf Twitter als «Gaga-Rechtsextremisten» bezeichnet.

Surber war von 2018 bis 2025 Mitglied der dreiköpfigen WOZ-Redaktionsleitung. (cbe)