Der Verband Schweizer Presse hat am Dienstag in einem geharnischten Brief seinen Unmut über die Tatsache kund getan, dass der zuständige Stiftungsrat des Presserats den Verband weiterhin nicht intergrieren will ("persoenlich.com" berichtete). Dass die Mehrheit des Stiftungsrates "trotz bedingungsloser Verhandlungsbereitschaft seitens der Verleger nicht einmal auf Verhandlungen eintreten will und ihre Ablehnung nicht einmal begründet", wird als "grobe Unhöflichkeit" empfunden. Dem Verband Schweizer Presse gehören über 150 Schweizer Medienunternehmen an.
Indem die Journalistenverbände Impressum und Comedia die Verleger weiterhin von der Verantwortung für das anerkannte Selbstkontroll-Gremium fernhielten, würden sie sich in Gegensatz zur bewährten Praxis in anderen Ländern setzen, moniert der Verlegerverband weiter. "Sie leisten damit dem wichtigsten Ziel des Presserats -- der von staatlichen Interventionen freien Stärkung der journalistischen Berufsethik und der Qualität -- einen schlechten Dienst."

