22.06.2007

Schweizer Presse

Verleger fordern von Post Tarifsenkungen

Fortsetzung der Presseförderung begrüsst.

Der Verband Schweizer Presse begrüsst in einer Stellungnahme den Entscheid des Parlaments, an der indirekten Presseförderung festzuhalten. Entgegen dem ursprünglichen Vorschlag des Nationalrats wurde jedoch eine Senkung der Bundesbeiträge an die Post von 80 auf 30 Mio. Franken beschlossen. Diese Senkung wird von den Verlegern kritisch beurteilt.

Neu ist für kleinauflagige Titel und die nicht gewinnorientierte Mitgliederpresse eine Sonderförderung von insgesamt 30 Mio. Franken vorgesehen. Während die grossauflagigen Titel dank ihrer Marktposition in der Lage sind, Sonderkonditionen zu verhandeln, besteht laut Schweizer Presse die Gefahr, dass die mittelgrossen Pressetitel die Zeche für den reduzierten Förderungsbetrag bezahlen müssen.

Post soll Tarife senken

Die Post hat laut Verlegerverband mehrfach angekündigt, bei einer Senkung der Beiträge zur indirekten Presseförderung das Preisniveau für die Zeitungszustellung entsprechend anzuheben. Erneute Preiserhöhungen würden jedoch die bereits angespannte Finanzlage der Verlage zusätzlich belasten und damit weitere Medienkonzentrationsbewegungen fördern.

Eine weitere Preiserhöhung könnte nach Ansicht der Verleger für diejenigen Titel, die nicht von der vorgesehenen Sonderförderung profitieren werden (Fachpresse, mittelgrosse Zeitungen und Zeitschriften etc.), zu einem existenzgefährdenden Kostenanstieg führen. Die Verleger erwarten deshalb von der Post, dass sie nun ihrerseits durch Kostensenkungsmassnahmen einen Grossteil der wegfallenden Bundesbeiträge auffängt und nicht einfach auf die Tarife überwälzt.

Statt die Preise nochmals zu erhöhen, Verlangen die Verleger, dass die Post die Tarife senkt. Um in Zukunft den Wettbewerb im Bereich der Zustelldienste zu fördern, setzt sich Schweizer Presse für eine schnelle Liberalisierung im Postmarkt ein.


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