15.08.2007

Baslerstab

Viele Abgänge auf der Redaktion

Gratisblatt plant umfassenden Relaunch.

Anfang Juli hat Mischa Hauswirth den Chefredaktorposten der Gratiszeitung Baslerstab übernommen. Mit dem Wechsel an der Spitze ist beim Gratisblatt am Rheinknie einiges in Bewegung geraten: So hat seit Hauswirths Amtsantritt die Hälfte der Belegschaft gekündigt, wie das Medienmagazin Klartext berichtet. Hauswirth bestätigt gegenüber "persoenlich.com" diverse Abgänge in der Redaktion. "Seit meinem Arbeitsantritt haben fünf Redaktionsmitglieder aus ganz verschiedenen Gründen gekündigt", so der 36-Jährige.

Die Gründe für die vielen Abgänge sieht Klartext in Hauswirths Führungsstil: "Anders als sein Vorgänger Markus Sutter ,[…], schreibt Hauswirth Mitsprache und Mitarbeiterinformation klein." Der "junge Diktator" gebe Befehle aus und designe Geschichten nach bester Boulevard-Manier, wird ein Redaktor zitiert. Gegen diese Vorwürfe wehrt sich Hauswirth: "Es ist nichts Ungewöhnliches, dass es bei einem Chefredaktorenwechsel zu personellen Fluktuationen kommt."

Laut Hauswirth hat Klartext die Vorgänge auf der Redaktion stark verzerrt dargestellt. "Mir wurde nicht die Möglichkeit gegeben, Stellung zu den Anschuldigungen zu nehmen. Das ist journalistisch nicht gerade korrekt." Dass er die Tauglichkeit eines Themas nach der Devise "Blut, Blech, busen" bewerte, wie dies Klartext schreibe, findet der 36-Jährige absurd. Freilich wolle er sein Blatt kommerziell schlagkräftiger machen, der Baslerstab sei und werde aber keine Boulevardzeitung", so Hauswirth. Er räumt allerdings ein, dass er mit NZZ-Schlagzeilen die Leser nicht packen könne, wenn neben dem Baslerstab das nationale Gratisblatt 20 Minuten aufliege.

In den vergangenen Wochen wurde der Baslerstab einigen optischen Optimierungen unterzogen. Der grosse Relaunch jedoch steht erst bevor. "Wir wollen das angejahrte Erscheinungsbild des Baslerstabs modernisieren", sagt Hauswirt. Gegenwärtig sei ein neues Konzept in Planung. "Abgesegnet ist jedoch noch nichts."


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