Nur wenige Stunden nach der Mitteilung, dass Hansi Voigt das Newsportal «Watson» verlassen müsse, veröffentlichte der «Tages-Anzeiger» online ein Porträt mit dem Titel «Der Chuck Norris des Onlinejournalismus».
Autorin Michèle Binswanger schrieb darin unter anderem von Voigts «sorglosem Umgang mit dem Geld der Verlegerfamilie». Voigt kompensiere fehlendes Können als Geschäftsmann, «indem er Jungjournalisten und ältere Verleger mit seinen fantastischen Ideen in Sachen Onlinejournalismus zutextete» – dabei seien die Innovationen aus seiner Zeit bei «20 Minuten» überschaubar.
Voigt kommentierte den Text auf Twitter. «Ich mag Michèle Binswanger auch nicht», schrieb er. «Aber sie kann ihre Abneigung mir gegenüber einfach toll ausdrücken!» Den Kommentar versah er mit dem Hashtag «Tamediamalware» – eine Anspielung auf die Schadsoftware bei «20 Minuten» (persoenlich.com berichtete).
Ich mag @mbinswanger auch nicht. Aber sie kann ihre Abneigung mir gegenüber einfach toll ausdrücken! #tamediamalware https://t.co/tr5Flw5bNy
— hansi voigt (@hansi_voigt) 12. April 2016
Darauf ergab sich eine kleine Diskussion – ohne Voigts Beteiligung –, in der Ex-Medienjournalist Christian Lüscher Voigt vorwarf, immer alles persönlich zu nehmen und Binswangers Text verteidigte, während etwa David Sieber, Chefredaktor der «bz Basel», das Porträt als «stillosen Quark zum falschen Zeitpunkt» bezeichnete. (rar)
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