Cracks for Kids, die Sonntagszeitung für Kinder, wandelt sich von Woche zu Woche, die Auflage ist von 90'000 auf 50'000 Exemplare heruntergeschraubt worden und die von der Redaktion platzierten SMS-Umfragen sind teuer. Warum das so ist, hat Chefredaktor Mario Aldrovandi im Interview mit dem Tages-Anzeiger erläutert.
Cracks for Kids liegt neu bis am Mittwoch an den Kiosken und müsste eigentlich von "Zeitung am Sonntag" in "Zeitung für die halbe Woche" umbenannt werden, meint der Tages-Anzeiger. Mario Aldrovandi lässt sich aber nicht beeindrucken und sagt. "Wir nennen sie die 'Zeitung am Sonntag', weil sie am Sonntag erscheint". Die Verlängerung der Verkaufsdauer habe nichts mit zu geringem Interesse zu tun, das Gegenteil sei der Fall. "Das Angebot, Cracks for Kids bis am Mittwoch aufzulegen, kam von Seiten der Kiosk AG. Das Unternehmen ist von unserem Projekt begeistert und möchte uns auf diese Weise unterstützen", so Aldrovandi.
Wieviel Exemplare der ersten zahlungspflichtigen Ausgabe von letztem Samstag abgesetzt worden seien, lässt sich laut Aldrovandi noch nicht sagen. "Die Verkaufszahlen erhalten wir erst am 20. Februar", so der Chefredaktor. Dass man die Auflage von 90'000 auf 50'000 reduziert hat, liege daran, dass man an den Samstagen keine Gratisexemplare mehr vor Media Markt-Filialen verteile.
Negativ sind laut dem Tages-Anzeiger die teuren SMS-Umfragen in Cracks for Kids aufgefallen. Von den SMS-Kosten von einem Franken würden lediglich 25 Rappen zu gemeinnützigen Kinderprojekten gelangen. Aldrovandi macht auf die Möglichkeit aufmerksam, an den Umfragen per E-Mail gratis teilzunehmen und erklärt: "Daran können wir leider nichts ändern. Alles was wir an den Umfragen verdienen können -- das sind die erwähnten 25 Rappen -- lassen wir Kinderprojekten zukommen".

