Erstmals seit bald vier Jahren lag im April das Volumen der Stellenanzeigen unter dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig ist auch das Volumen der kommerziellen Anzeigen zurück gegangen. Dies geht aus der neusten Inseratestatistik der Schweizer Presse hervor. Leichte Verluste mussten zudem die Zeitschriften verzeichnen. Mit wenigen Ausnahmen waren alle Titelkategorien in allen Sprachgebieten vom Rückgang des Anzeigenvolumens betroffen.
Zu den Ausnahmen gehören die Westschweiz und das Tessin bei den Stellenanzeigen. Deren gesamthaftes Plus von 69 Seiten wiegt aber das Minus von 264 Seiten in der deutschen Schweiz nicht auf. Eine Ausnahme bilden auch die vierfarbigen Anzeigen. Deren Anzahl nahm mit 5.7 Prozent allerdings nur noch vergleichsweise bescheiden zu. Dagegen wurden 17.4 Prozent mehr Beilagen plaziert. Wertmässig dürfte der April bei den Verlagen kaum befriedigend ausgefallen sein, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.
Aufkumuliert über die ersten vier Monate kommen die Zeitungen bei den Stellenanzeigen noch auf ein Plus von 13.1 Prozent. Bei den kommerziellen Anzeigen beträgt das Minus 5.7 Prozent und gesamthaft sind 1.3 Prozent weniger Anzeigen erschienen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei wird Schweizer Presse einmal mehr darauf hin, dass die Ergebnisse der Tageszeitungen in der deutschen Schweiz durch Fusionen negativ beeinflusst werden. So profitiert insbesondere die Gruppe der Tageszeitungen II zulasten der Zeitungen III.
Vom Rückgang der Stellenanzeigen betroffen sind im April auch die Wochenzeitungen. Sie verloren im Vergleich zum Vorjahr fast einen Drittel des damals erstmals eroberten Volumens. In der deutschen Schweiz führt dies zusammen mit einem Verlust von 1.7 Prozent bei den kommerziellen Inseraten zu einem Rückgang des totalen Anzeigenvolumens um 3.9 Prozent. Bezogen auf die ganze Schweiz büssten die Wochenzeitungen dadurch insgesamt 0.3 Prozent ihres Volumens ein.

