Journalismus wandelt sich stetig, gemeinsam mit den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer. Seit einigen Jahren mischen die sozialen Medien stark mit – und machen alles noch schnelllebiger, noch fluider. Sie bieten aber auch zahlreiche neue Möglichkeiten. Die Player auf dem Berner Medienplatz bemühen sich laut einer Mitteilung, «im richtigen Moment auf den richtigen Zug aufzuspringen». Doch das sei gar nicht so leicht. Denn über die Kanäle der Jungen von heute würden wir vielleicht morgen nur noch ihre Eltern erreichen. Wie gehen die Medienhäuser mit dieser Herausforderung um? Diese Frage steht beim Berner Medientag 2022 im Vordergrund, der am 26. November von 14 bis 17 Uhr in der Aula WKS Bern über die Bühne geht.
Bei den neu gegründeten Onlinemarken sei der Druck besonders gross, wie es weiter heisst. Hat es für sie überhaupt noch Platz? Über ihre Strategien diskutieren Joël Widmer (Hauptstadt), Cornelia Egli (BärnToday), Sophie Hostettler (Ajour) und Wili Egloff (Journal B).
Von den bereits Etablierten gehen einige mutig voran: 20 Minuten etwa tobt sich auf TikTok, Instagram und Co aus. SRF mische ebenfalls mit, wenn auch «etwas zaghafter». Doch wie soll ein Post eines Medienunternehmens auf TikTok und Co heute überhaupt aussehen? Darüber diskutieren Hera Zimmermann (Tings), Manuel Thalmann (SRF) und Désirée Pomper (20 Minuten).
Wer sich bei seinem Publikum fokussiert, hat es wohl bei der Wahl des Kanals leichter, oder nicht? Das besprechen Adrian Krebs (Bauernzeitung), Mark Bamidele-Emmanuel (Diaspora TV) und Christina Kipshoven (Mannschaft Magazin).
Und was ist eigentlich mit dem Medium Podcast? Hat das Zukunft? Und falls ja, in welcher Form? Darüber reden Nicoletta Cimmino und This Wachter (Audiobande). (pd/tim)

