19.09.2002

"Werbemarkt 2012 Schweiz"

Der wirtschaftliche Aufschwung sorgt im kommenden Jahr für ein Wachstum der Werbeausgaben von sechs Prozent. Zu diesem Schluss kommt die Studie "Werbemarkt 2012 Schweiz", welche Prognos im Auftrag von SevenOne Media Schweiz erstellt hat. Die Mittelfristprognose bis 2006 sieht ein durchschnittliches Wachstum von über 4 Prozent vor. Christian Gartmann (Bild), Managing Director von SevenOne Media Schweiz, eröffnete am Donnerstag die Pressekonferenz.
"Werbemarkt 2012 Schweiz"

2003 wird besser als 2002

"Im kommenden Jahr rechnen wir dank einer wirtschaftlichen Erholung mit deutlichen Impulsen im Werbemarkt." Dieses Fazit zog Dr. Josef Trappel, Bereichsleiter Medien & Kommunikation bei der Prognos AG, anlässlich der Präsentation der Studie am Donnerstag in Zürich. Er sehe sich aber nicht als Hellseher oder Wahrsager, sondern vielmehr als jemand, der Trends verdichte und so Entwicklungspfade skizziere, erklärte Trappel gegenüber "persoenlich.com".

Marktverschiebung zugunsten des Fernsehens

Nach wie vor gut sehen die Zukunftsaussichten für den Fernsehmarkt aus: Nach der Einstellung von TV3 und Tele 24 ist der Gesamtmarkt 2002 um 0.9 Prozent zurückgegangen, ab 2003 wächst TV aber wieder von 489 Mio. Franken (2002) auf 605 Mio. Franken (2006) und baut seinen Anteil am Gesamtwerbemarkt stetig aus. Für das Jahr 2012 wird ein Volumen von 757 Mio. Franken prognostiziert.

Online-Werbung: Fünffaches Volumen, Bedeutung noch gering

Der Onlinewerbung wird nach dem Einbruch 2001 und der Stagnation 2002 ab dem Jahr 2003 wieder ein starkes Wachstum von 14 Mio Fr. (2002) auf 67 Mio. Fr. (2006) und 198 Mio. Fr. (2012) vorausgesagt. Die absoluten Wachstumsraten bleiben mittelfristig zweistellig und auch der Anteil am gesamten Werbemarkt wächst von 0.3 Prozent (2002) auf 1.3 Prozent (2006) und 2.2 Prozent (2012) stark an. Neben TV und Online legt bis 2006 auch die Aussenwerbung zu.

Zeitungen: Schleichende Erosion setzt sich fort

Der Marktanteil der Tageszeitungen sinkt weiter von 46.5 Prozent (2002) auf 45.1 Prozent (2006) und auch Publikums- und Fachzeitschriften sowie die Gratis- und Sonntagszeitungen verlieren. Die übrigen Gattungen bleiben relativ stabil.

Werbeintensität bleibt langfristig unter Rekordniveau 2000

Trotz der kurzfristigen Erholung im Jahr 2003 bleiben die längerfristigen Aussichten eher nüchtern. Das Rekordnivau vom Jahr 2000 werde in den nächsten Jahren nicht mehr erreicht.

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