20.09.2012

Verlegerkongress

Widmer-Schlumpf geisselt Indiskretionen

Kodex des Presserates sollte Richtschnur sein.

Die Schweizer Medien sollten im härter werdenden Wettbewerb die faktentreue Berichterstattung nicht über Bord werfen. Nach Ansicht von Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf vergiften Indiskretionen und Fehlinformationen das Klima und erschweren eine sachliche Debatte. Journalistinnen und Journalisten trügen eine grosse Verantwortung, sagte Widmer- Schlumpf am Donnerstag am Jahreskongress des Verbandes Schweizer Medien in Lausanne. Viele Medienschaffende seien sich dieser Verantwortung bewusst. Die Verantwortung werde aber nicht immer und überall wahrgenommen. Werde falsch informiert, bestehe gar die Gefahr von Fehlentscheiden.

Die Bundespräsidentin appellierte an die Medienschaffenden, den von der Branche selbst ins Leben gerufenen Kodex des Schweizer Presserates im Alltag konsequent anzuwenden. Dort heisse es unter anderem, dass Gerüchte auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen seien. Auch dürften Medienschaffende keine wichtigen Informationen unterschlagen. "Halten Sie sich an die Fakten", rief Widmer-Schlumpf den versammelten Vertretern der Zeitungsverlage zu. Sie sei sich bewusst, dass Journalistinnen und Journalisten in einer immer schneller drehenden Medienwelt und angesichts neuer sozialer Medien wie Twitter und Facebook vor grossen Herausforderungen stünden. Das entbinde sie aber nicht von wahrheitsgetreuer Berichterstattung. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen