"Weltwoche"-Medienkritiker Kurt W. Zimmermann beschäftigt sich in seiner aktuellen Kolumne unter dem Titel "Unsere Sonntagsschüler" mit den deutschschweizer Sonntagszeitungen.
Sein Fazit: während früher der Sonntagsmarkt durch den "SonntagsBlick" und die "SonntagsZeitung" im Duopol beherrscht wurde, habe sich die Situation heute grundlegend geändert. Mittlerweile kämpften sieben Blätter um den lukrativen 3-Millionen-Lesermarkt in der Deutschschweiz, was nur noch 250'000 Leser weniger sind, als wenn man alle bezahlten Deutschschweizer Tageszeitungen zusammen zählt. Zimmermanns Fazit: Wenn er nur noch eine der grossen Sonntagszeitungen lesen könnte, wäre es der "Sonntag", welcher von den AZ-Medien herausgegeben wird. Laut Zimmermann ist die grosse Stärke des "Sonntag", dass die Zeitung als Nummer 3 Resonanz höher gewichte als Relevanz und daher am meisten Primeurs und Knaller produziere.
Verzichten hingegen würde er auf die "Sonntagszeitung". Dies ist insofern pikant, da Zimmermann das Sonntagsblatt der Tamedia in den neunziger Jahren selber leitete (ma).

