18.02.2022

Higgs

Wissenschaftskoryphäen schreiben Klartext

In einer neuen Kolumne schreiben fünf Forscherinnen und Forscher «pointiert und faktenbasiert» ihre Meinung.

Das Schweizer Wissensmagazin Higgs.ch macht einen weiteren Schritt in seinem Kampf gegen Fake News und für eine aufgeklärte Gesellschaft. Fünf renommierte Schweizer Forschende schreiben neu alle zwei Wochen in der Kolumne «Klartext» einen pointierten Meinungsbeitrag zu einem wissenschaftlichen Thema, das sie selbst setzen. «Es soll sich aber nicht um rein populärwissenschaftlich erklärende oder beschreibende Texte handeln», wird Higgs-Gründer und Chefredaktor Beat Glogger in einer Mitteilung zitiert. «Gefragt sind auf wissenschaftlichen Fakten begründete Meinungsbeiträge. Diese dürfen gerne auch eine Kontroverse anstossen oder Widerspruch provozieren.»

Einzige Voraussetzung: Die Texte müssen auf einer wissenschaftlichen Basis fundieren. Wenn auf Wissenschaft verwiesen wird, wird diese stets mit Quellenangaben verlinkt sein, heisst es weiter.

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Das wissenschaftliche Quintett setzt sich zusammen aus Dominique de Quervain, Neurowissenschaftler (Uni Basel), Sophie Mützel, Soziologin (Uni Luzern), Martin Röösli, Umweltepidemiologe (Swiss TPH), Monika Bütler, Ökonomin (Uni St. Gallen) sowie dem Klimaforscher Reto Knutti (ETH Zürich).

«Zahlen und Fakten sind leer», sagt Knutti zu seinem Engagement. «Sie brauchen Kontext und eine Interpretation. Wie die Gesellschaft darauf reagiert, kann die Wissenschaft nicht entscheiden, aber sie kann die Grundlagen für eine lösungsorientierte Diskussion liefern, Interesse wecken, und auf blinde Flecken hinweisen.»

Sophie Mützel ergänzt: «Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche. In meinem Teil der Kolumne geht es insbesondere um weniger offensichtliche, ja, langsam heranschleichende, scheinbar kleine Aspekte der Digitalisierung unseres Alltags, die jedoch langfristige Auswirkungen haben können.»

Den Anfang des «Klartext» macht Dominique de Quervain. In seinem Beitrag fordert er, dass Long Covid jetzt auf die politische Agenda gehört. Denn, sagt de Quervain: «Während der vergangenen Monate der Pandemie hat sich die Politik vor allem auf die Verhinderung von Infektionen konzentriert, um das Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Nun muss das Problem Long Covid in den Fokus rücken.» (pd/cbe)



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