Wo wird die Zeitung ab Mai gedruckt?

Basler Zeitung - In den vergangenen Wochen wurde viel über einen möglichen Besitzerwechsel bei der BaZ gesprochen. In einer anderen Frage herrscht aber viel konkretere Unklarheit: Ende April läuft der Druckauftrag bei Tamedia aus.

Vor knapp einem Monat brachte die «Schweiz am Wochenende» Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Christoph Blochers «Basler Zeitung» an Tamedia auf (persoenlich.com berichtete). BaZ-Chefredaktor Somm zufolge stand die Übernahme gar schon unmittelbar bevor (persoenlich.com berichtete). Nichts davon hat sich bisher bewahrheitet.

Unabhängig von einem möglichen Besitzerwechsel herrscht in einer anderen Frage aber konkrete Unklarheit: Namlich darin, wo die Zeitung ab dem 1. Mai gedruckt wird. Der Vertrag mit dem bisherigen Auftragnehmer Tamedia läuft jedenfalls aus, ein Verlängerung des Auftrags liege nicht vor, wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer gegenüber «Watson» sagt. Christoph Blocher und BaZ-Verwaltungsratspräsident Rolf Bollmann äusserten sich gegenüber dem Onlineportal nicht zum Thema. Gemäss Martina Barth, Leiterin Vertrieb, sei bezüglich Druckauftrag «etwas im Tun».

Wird in Zukunft wieder in Basel gedruckt?

Die Frage, wo in Zukunft gedruckt wird, dürfte auch in möglichen Übernahmegesprächen eine Rolle spielen. Auch die AZ-Medien soll gemäss «TagesWoche» Interesse haben. Die Druckereien von Peter Wanners Verlagshaus werden von «Watson» denn auch als mögliche Auftragnehmerin für den BaZ-Druck gehandelt.

Möglich sei aber auch, dass die Zeitung ab Mai in Basel gedruckt wird. Die BaZ hat ihre eigene Druckerei zwar 2013 geschlossen, doch sei die im ehemaligen Gebäude eingemietete Firma MedienCentrum mittlerweile im Besitz einer Zeitungsdruckmaschine. Das Gebäude gehört der Immobilienfirma Robestate, und die ist im Besitz von Christoph Blocher und seiner Tochter Rahel.

Zumindest theoretisch ist es also denkbar, dass die BaZ in Zukunft vor der eigenen Haustüre druckt. MedienCentrum wäre fähig, den Auftrag der «Basler Zeitung» zu stemmen, und sei mit verschiedenen Playern – darunter die BaZ – in Verhandlung, wie Sarah Schläppi, VR-Mitglied des Unternehmens, gegenüber «Watson» sagt. (maw)