Nach der US-Werbebranche klagen nun auch die Verleger von Magazinen und Zeitschriften in den USA und Kanada über starke Umsatzeinbussen im aktuellen Geschäftsjahr. Aufgrund des schwachen wirtschaftlichen Umfelds und steigenden Treibstoff- und Lebensmittelpreisen würden Konsumenten den Gürtel um ihr Haushaltsbudget zunehmend enger schnallen, berichtet das "Wall Street Journal".
Von dieser Entwicklung seien auch die stärksten Titel wie "Cosmopolitan" und "The Oprah Magazine" betroffen. Nur zwei der zehn US-Top-Seller im Zeitschriftenbereich hätten im ersten Halbjahr 2008 leichte Umsatzzugewinne verzeichnen können. Vor allem im Geschäftsfeld der Kioskverkäufe habe die Branche mit 6,3 Prozent Minus einen deutlichen Dämpfer einstecken müssen.
Laut aktuellen Zahlen des Audit Bureau of Circulations haben Magazin- und Zeitschriftenverlage in den USA und Kanada bis zum 30. Juni diesen Jahres rund 44,1 Mio. einzelne Kopien der insgesamt 467 erfassten Titel verkaufen können. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 47,1 Mio. Exemplare. Auch die Auflagenzahl habe sich im ersten Habjahr des aktuellen Jahres nur "sehr schleppend" entwickelt.
So waren in diesem Zeitraum insgesamt 349,9 Mio. Zeitschriftenkopien im Umlauf. Diese Zahl, die sich aus den Kioskverkäufen und den bezahlten Abonnements zusammensetzt, konnte nur in letztgenanntem Bereich leicht zulegen. Der Zuwachs von 0,3 Prozent bei Abonnements habe aber bei weitem nicht ausgereicht, um die Verluste bei Einzelverkäufen wettmachen zu können, stellt das ABC fest. (pte)

