Nach der kritischen Kolumne über die Sommerpause bei SRF von Kurt W. Zimmermann in der aktuellen Ausgabe der «Weltwoche» (persoenlich.com berichtete), reagiert TV-Chefredaktor Tristan Brenn mit einer Replik.
Der Beitrag unter dem Titel «Der Sonnschutzfaktor der SRG» sei «despektierlich» und «polemisch» Und: «Die Aussagen von Kurt W. Zimmermann sind unwahr und boshaft», schreibt Brenn.
SRF sei rasch und mit vielen Sondersendungen und verlängerten Newssendungen on air gewesen, hält er fest. Dies sei beim Terroranschlag in Nizza, dem Putschversuch in der Türkei, beim Brexit oder dem blutigen Amoklauf von München so gewesen.
Sonderschichten für Spezialsendungen
Brenn stellt sich in seinem Beitrag vor seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: «Engagierte Journalistinnen und Journalisten» hätten für das Publikum Sonderschichten geleistet, hätten während der Nacht Spezialsendungen für den Morgen danach produziert.
Viele Mitarbeitende hätten ihre Ferien unterbrochen, wie zum Beispiel Moderator Jonas Projer, der trotz «Arena»-freier Zeit für eine Türkei-Sondersendung im Studio gestanden habe.
Auch im brisanten Sommer 2016 habe SRF also jederzeit qualitativ hochstehenden Informationsjournalismus zu gewährleistet, schlussfolgert Brenn.
«Geld steuert das Programm»
Kurt W. Zimmermann lässt die Replik von Brenn nicht so stehen. Auf Twitter treibt er die Debatte weiter an: «Wenn ich den TV-Chefredaktor richtig verstehe, findet er die Sommerpause genial. Komisch, warum machen die beim Radio SRF keine Sommerpause?», schreibt er im Kurznachrichtendienst.
Wenn ich den TV-Chefredaktor richtig verstehe, findet er die Sommerpause genial. Komisch, warum machen die beim Radio SRF keine Sommerpause?
— Kurt W. Zimmermann (@kurtwzimmermann) 19. August 2016
Für Zimmermann ist klar, weshalb SRF eine Sommerpause macht. «Weil es im Sommer weniger Werbung hat», schreibt er auf Twitter. Geld steuere das Programm, Journalismus zähle nicht.
Warum macht das TV überhaupt Sommerpause? Weil es im Sommer weniger Werbung hat. Geld steuert das Programm, Journalismus zählt dabei nicht.
— Kurt W. Zimmermann (@kurtwzimmermann) 19. August 2016
(wid)