02.08.2000

Zunehmend Verstösse gegen Werbungs- und Sponsoring-Vorschrift

Das Bakom hat in den letzten zweieinhalb Jahren 75 Mal ein Aufsichtsverfahren gegen Radio- oder Fernseh-Sender eröffnet.

Der verstärkte Kampf um die Aufmerksamkeit des Publikums habe zu einer Zunahme von Verstössen geführt, sagte Bakom-Vizedirektor Martin Dumermuth am Mittwoch an einem Mediengespräch in Zürich. Allein im ersten Halbjahr 2000 wurden soviele Verfahren eröffnet wie früher in einem ganzen Jahr. Die Grosszahl der Verfahren laufen wegen Verstössen gegen die Werbungs- und Sponsoring-Vorschriften. Laut Dumermuth werden die Grenzen zwischen dem redaktionellen Teil eines Programms und kommerziell ausgerichteten Botschaften immer häufiger verwischt. Bei der Nennung von Sponsoren würden oft unerlaubterweise über Slogans Werbebotschaften geliefert, sagte Dumermuth. Weiter müssten immer wieder kreative Formen von Schleichwerbung geahndet werden. Uneinig waren sich Sender und Bakom in der Vergangenheit auch über Auslegung der Vorschrift zur Unterbrecherwerbung. Grundsätzlich dürfen nur Sendungen von über 90 Minuten durch Werbung unterbrochen werden.



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