Alan Cassidy verlässt seine Stelle als US-Korrespondent für Tamedia und die Süddeutsche nach dreieinhalb Jahren. Dies bestätigt der 37-Jährige auf Anfrage von persoenlich.com. «Ich verlasse Washington im Sommer und kehre in die Tamedia-Redaktion in Zürich zurück. Welche Stelle ich da genau antrete, ist noch offen», schreibt Cassidy.
«Die Trump-Präsidentschaft und alles, was sie mitbrachte, haben meine Arbeit hier naturgemäss sehr geprägt, von der Krise an der Südgrenze bis hin zum täglichen Wahnsinn in Washington», so Cassidy. Besonders das Wahljahr werde ihm noch lange in Erinnerung bleiben. «Für mich selbst waren aber auch andere Geschichten wichtig, die über Trump hinausgingen, zum Beispiel jene über eine mutige Frau in Baltimore, die versucht, etwas gegen die täglichen Morde in ihrer Stadt zu tun, die viele nur noch abgestumpft hinnehmen.

Cassidy ist seit Oktober 2015 für den «Tages-Anzeiger» tätig. Vorher war er in verschiedenen Ressorts bei der «Schweiz am Sonntag» und bei der «Basler Zeitung». Cassidy hat Politikwissenschaft, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Publizistikwissenschaft an der Universität Zürich studiert. 2015 erschien sein Buch «Der Fall FDP – Eine Partei verliert ihr Land», das er gemeinsam mit seinem «Tages-Anzeiger»-Kollegen Philipp Loser verfasst hat.
Auch Blick-Mann kehrt zurück
Auch für Blick-US-Korrespondent Nicola Imfeld ist seine Zeit in Amerika vorbei. In seiner Abschiedskolumne, der Nummer 75 von «Blick auf die USA», schreibt er: «Nach drei Jahren in Amerika weiss ich: Was man in der Schweiz als demokratische Selbstverständlichkeit betrachtet, ist nicht selbstverständlich. Wir müssen in der Schweiz Sorge zur gepflegten Meinungsvielfalt tragen, diese gar zelebrieren. Konkret: Nur weil jemand den Klimaprotest auf dem Bundesplatz unterstützt – oder eben nicht – ist diese Person kein Feind. Sondern ein gleichwertiger Diskussionspartner.»

Nun kehrt er zu Ringier an die Zürcher Dufourstrasse zurück. «Ich werde meine neue Stelle im Blick-Wirtschaftsressort ab 1. März antreten und freue mich sehr auf die neue Herausforderung», schreibt der 25-Jährige auf Anfrage. Seine Nachfolge übernehme Celina Euchner, sie werde ebenfalls in San Diego stationiert sein.
Imfeld war vor seinem Start beim Blick im Jahr 2018 bei den früheren AZ-Medien als Praktikant tätig, dann als Volontär. Von 2014 bis 2018 hat er die MAZ-Ausbildung absolviert.

