Agentur als Fundraiserin für Stiftung

Madonna.Studio - Nach dem Ausstieg ihres wichtigsten Geldgebers musste die Stiftung Folsäure Schweiz ihre Finanzierung neu aufstellen. Die Kommunikationsspezialisten führten dabei Regie, und zwar mit Erfolg: Innert neun Monaten kamen über 300'000 Franken zusammen.

Die Stiftung Folsäure Schweiz klärt seit über 25 Jahren über die Bedeutung von Folsäure auf, um das Risiko von Geburtsfehlern wie Spina bifida zu senken. Finanziert wurde ihre Arbeit lange vor allem über Partnerschaften mit der Wirtschaft. Dieses Modell stösst laut Mitteilung zunehmend an Grenzen: Unternehmen stehen unter Kostendruck, und der Clean-Label-Trend lässt zugesetzte Inhaltsstoffe in der Lebensmittelindustrie kritischer erscheinen.

«Solange die Schweiz die Folsäure-Versorgung nicht wie andere Länder beispielsweise über eine Anreicherung von Mehl verbessert, braucht es Aufklärung», wird Stiftungsratspräsidentin Maria Walliser in einer Mitteilung zitiert. Gemeinsam mit Madonna.Studio, die bereits das Online-Magazin «Faktor F» realisiert hatte, entwickelte die Stiftung eine neue Finanzierungsstrategie. Neben den bisherigen Wirtschaftspartnern sollen neu auch Förderstiftungen, die öffentliche Hand und Private die Arbeit mittragen. Die beiden Gruppen würden dabei klar voneinander getrennt, heisst es.

Für das institutionelle Fundraising zog die Agentur das spezialisierte Unternehmen Fundraiso bei. Dieses half, potenzielle Geldgeber zu identifizieren und anzusprechen. Zudem öffneten Wallisers persönliche Kontakte viele Türen. Mit den zusätzlichen Mitteln will die Organisation ihre Aufklärungsarbeit weiterführen und gezielter auch Frauen erreichen, die sie bisher weniger gut ansprechen konnte, etwa Migrantinnen oder Working Poor. Dafür entstanden neue Kooperationen in den Bereichen Migration, Gesundheitswesen, Bildung und Religion.

Für Agenturinhaber Massimiliano Madonna geht ein solches Mandat über die Kommunikation hinaus: «Eine Stiftung auf diesem Weg zu begleiten und die Neuorientierungen mitzuentwickeln, gehört für mich zu den spannendsten Aufgaben in unserem Beruf.» (pd/cbe)