15.05.2017

Suizidprävention

Mit wahren Geschichten Mut machen

«Reden kann retten» ist eine gemeinsame Kampagne der SBB und des Kantons Zürich. Neu zeigt sie mit Filmclips, warum es wichtig ist, über suizidale Krisen zu sprechen.
Suizidprävention: Mit wahren Geschichten Mut machen
Momo Christen erzählt ihre ganz persönliche Geschichte. (Bild: Screenshot Youtube)

Das Thema Suizid ist stark tabuisiert. Menschen in Lebenskrisen fällt es deshalb häufig schwer, sich rechtzeitig Hilfe zu holen und darüber zu sprechen, was in ihnen vorgeht. Auch Familienangehörige, Freunde und Kollegen sind oft unsicher, ob und wie sie das Thema Suizidgedanken ansprechen sollen.

Frühzeitig über Lebenskrisen und Suizidgedanken zu sprechen, kann Leben retten. Dies zeigen die drei neuen persönlichen Filmclips der Kampagne «Reden kann retten»: Momo Christen, Daniel Göring und Philipp Zürcher haben einen Suizidversuch überlebt. Sie erzählen ihre Geschichte, um anderen Menschen Mut und Hoffnung zu machen. Regisseur Luki Frieden hat in seinem privaten Umfeld nahe miterlebt, was suizidale Krisen bedeuten. Seinem persönlichen Engagement und der Offenheit der drei porträtierten Personen ist es zu verdanken, dass drei sehr berührende Clips realisiert werden konnten.

Die nationale Präventionskampagne «Reden kann retten» wurde im September 2016 von den SBB und der Gesundheitsförderung Kanton Zürich (im Auftrag der Gesundheitsdirektion) initiiert. Sie wird von der Dargebotenen Hand – Tel 143, der Föderation Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP, dem Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband SEV und der BLS unterstützt.

Täglich führt Tel 143 schweizweit über 400 Gespräche, darunter auch mehrere, bei denen Suizidgedanken eine Rolle spielen. Dabei geben Hilfesuchende teilweise auch an, dass sie aufgrund der Kampagne «Reden kann retten» anrufen. Ziel der Kampagne ist es denn auch, das Thema Suizid zu enttabuisieren. Im Zentrum von «Reden kann retten» steht die Website mit Hintergrundinformationen, Gesprächstipps und Adressen für Menschen in der Krise und Menschen in ihrem Umfeld. (pd/lom)



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