Delos Analytica baut die Plattform um die Beobachtung von Social Media aus. Erfasst werden öffentliche Beiträge auf X, LinkedIn und YouTube, wie es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag heisst. Facebook, Instagram und TikTok sollen später folgen, einen Zeitplan nennt das Unternehmen nicht.
Anders als bei einer Stichwortsuche setzt Delos bei Personen und Organisationen an. Die Kunden legen zu jedem Thema fest, wen sie beobachten wollen. Deren öffentliche Konten werden anschliessend mit der Plattform verknüpft. Die Software lädt rückwirkend die Beiträge der letzten 30 Tage und erfasst danach jeden neuen Beitrag. Stündlich prüft eine KI, zu welchem Thema und zu welchem Akteur ein Beitrag gehört, und schlägt ihn mit einer Begründung vor. Ob der Beitrag übernommen wird, entscheidet das Team des Kunden.
Erfasst würden ausschliesslich öffentliche Beiträge von Personen und Organisationen, die sich in ihrer öffentlichen Funktion äussern, schreibt das Unternehmen. Private Profile, geschlossene Gruppen und Direktnachrichten seien ausgeschlossen, gelöschte Beiträge blieben gelöscht. «Ein Social-Media-Monitoring, das so konsequent von den Stakeholdern eines Issues ausgeht, kennen wir in der Schweiz bisher nicht», lässt sich Gründer und CEO Silvan Krähenbühl in der Mitteilung zitieren.
Delos Analytica mit Sitz in Steinhausen wurde 2024 von Ronald Zemp und Silvan Krähenbühl gegründet und hat die Plattform im Januar lanciert (persoenlich.com berichtete). Seither hat das Unternehmen nach eigenen Angaben die Medienbeobachtung auf über 300’000 Quellen ausgebaut, im März hatte es noch 170’000 genannt. Zudem hat es die Polit- und die Medienbeobachtung in einem System zusammengeführt. Aktuelle Zahlen zu Kunden und Mitarbeitenden nennt Delos nicht. Beim Start sprach das Unternehmen von über 20 Organisationen, welche die Plattform in der Beta-Phase genutzt hatten. (pd/nil)