16.11.2017

Wirz

«Weihnachten ist die WM des Storytelling»

Der Migros-Weihnachtsspot zeigt die Geschichte eines Wichtels. Die Kampagne setzt das Thema «Lassen wir niemanden alleine» in Szene und ruft zum Spenden auf. Livio Dainese, Kreativchef und Wirz-Co-CEO, über Weihnachten, Wichtel und Wellness in Thailand.
Wirz: «Weihnachten ist die WM des Storytelling»
Der Weihnachts-TV-Spot erzählt die Geschichte eines kleinen Migros-Wichtels. In seiner Scannerbox fühlt er sich so kurz vor den Festtagen ganz alleine. (Bild: zVg.)
von Edith Hollenstein

Herr Dainese, letztes Jahr war es ein Teddybär, dieses Jahr ein Wichtel (persoenlich.com berichtete). Was braucht es zur Hauptrolle in einem Migros-Weihnachtsspot?
Eine neue Beobachtung. Eine Figur, mit der man mitfühlen kann. Eine Reise, auf die sich diese Figur begibt.

Die Bären waren sehr erfolgreich. Warum kommt dieses Jahr schon wieder etwas Neues?
Da können sie auch Taylor Swift fragen, weshalb sie ein neues Album herausgibt, obwohl das vorangegangene erfolgreich war. Wir wollen die Menschen begeistern. Und sie einladen, in die Migros zu kommen und sich mit allem einzudecken, was nebst Gemeinschaftlichkeit sonst noch zu Weihnachten gehört.

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Wie geht man überhaupt an die Aufgabe heran, einen Weihnachtsspot zu machen?

In erster Linie geht es um eine gute Geschichte. Um eine gute Weihnachtsgeschichte. In diesem Fall darum, dass man Weihnachten trotz aller Lichter und Geschenke eben die Zeit des Gemeinsamen ist. Die Geschichte ist dann gut, wenn man sie einfach erzählen kann. Und wenn sie so beginnt, wie viele fantastische Geschichten beginnen. Mit einer Frage wie: Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, was in so einer Scannerbox ist?

Ist nicht alles schon mal dagewesen?
Es ist vieles bereits dagewesen. Weihnachten ist halt weltweit zur Weltmeisterschaft des Storytelling geworden. Aber es gibt immer wieder diesen magischen Moment, an dem man auf etwas stösst, dass eben noch nicht da gewesen ist.

Bei Weihnachtsspots sind grosse Augen ein zentrales Element. Was war schwieriger hinzukriegen: Die grossen Augen des Wichtels oder eine Kassiererin mit so grossen Augen?
Gross reicht ja nicht. Ausdrucksvoll müssen sie sein. Sonst hätte ich ja einfach eine Libelle nehmen können.

Warum haben Sie eine Kassiererin ausgewählt und keinen männlichen Kassierer?
Weil sie in der Überzahl sind und tagein, tagaus einen super Job machen.


So einen Wichtel wie im aktuellen Spot hätten nicht nur Kassiererinnen gerne, sondern wohl auch Kreativchefs: Wo sitzt bei Ihnen ein Wichtel am Arbeitsplatz?
Wir haben zum Glück über 120 Wichtel bei der Wirz. Sie heissen Caspar, Michel, Evelyn, Nico, Conny, Naomi et cetera. Ohne sie wäre das Alles nicht möglich.

In den Vorjahren mussten für den Migros-Weihnachtsspot jeweils mitten im August oder September ganze Wohnhäuser oder Strassen «eingeschneit» werden. Wie war der Aufwand diesmal?
Der Aufwand in diesem Spot liegt in der Animation. In den unzähligen, liebevollen Details. Der Tiefe der animierten Charaktere. Wir haben das Glück bei der Wirz, wohl über die in erfahrensten Leute der Branche zu verfügen, wenn es um CGI geht.  

Für den Animationsteil haben Sie ein Londoner Studio, Passion Pictures, beauftragt. Gibt es keine Schweizer Firmen, die das können?
Es ist meine grosse Überzeugung, dass es für jedes Filmprojekt den perfekten Partner gibt. Drum stecken wir derart viel Arbeit in die Suche nach diesen. Ich glaube, das Resultat spricht für sich.  

Wurden weitere Arbeiten im Ausland ausgeführt?
Die Wichtel erholten sich von den strapaziösen Dreharbeiten anschliessend eine Woche auf Ko Samui. Abgesehen davon: nein.


Livio Dainese hat die Fragen schriftlich beantwortet.

 



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