08.02.2018

No Billag

Glarner SVP stellt sich gegen Mutterpartei

Die Kantonalpartei hat die Nein-Parole zur Initiative beschlossen. Die SVP Tessin beschliesst Stimmfreigabe.

Die Glarner SVP stellt sich bei der Abstimmung über die No-Billag-Initiative gegen die Mutterpartei. Sie fasste als einzige Kantonalpartei die Nein-Parole. Die Entscheidung fiel bereits am Dienstagabend mit 15 zu 11 Stimmen, wie Parteipräsident Kaspar Krieg auf Anfrage erklärte.

Bei der Parolenfassung plädierten SVP-Regierungsrätin Marianne Lienhard und der ehemalige SRF-Radiomann Casper Selg für eine Ablehnung der Initiative, wie die Partei mitteilte. Beide betonten, dass kleine Randgebiete wie der Kanton Glarus bei einer Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren «unbestritten Informationen verlieren» würden.

Die SVP Tessin weicht ebenfalls von der Vorgabe der SVP Schweiz ab – sie beschloss eine Stimmfreigabe. Als letzte Kantonalpartei beschloss die SVP Ausserrhoden am Donnerstagabend die Ja-Parole. Auch die SVP Solothurn unterstützt «No Billag». Die Generalversammlung beschloss am Mittwochabend mit 83 Ja- gegen 7 Neinstimmen bei zwei Enthaltungen die Ja-Parole. Dies nach einer Debatte unter anderem mit Medienpionier Roger Schawinski. (sda/cbe)

 



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