20.11.2017

Evoq

Mit Kreide gegen Obdachlosigkeit

In einer Guerilla-Aktion für die Sozialwerke Pfarrer Sieber gibt Evoq den Obdachlosen Zürichs eine Stimme.
Evoq: Mit Kreide gegen Obdachlosigkeit

Für die crossmediale Winterkampagne der Sozialwerke Pfarrer Sieber startet Evoq mit einer grossangelegten Guerilla-Aktion. Damit soll das Thema Obdachlosigkeit mitten unter die Bevölkerung gebracht werden, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt.

Obdachlosigkeit erlebbar machen

Die Kampagne startete letzte Woche in der Region Zürich mit Kartonschildern und Kreidebotschaften mit Nachrichten wie «Bitte die Bank freihalten, hier schlafe ich. Fredi, obdachlos». Die Schilder sollen als Sprachrohr der Obdachlosen fungieren. Auf diese Weise werde die Obdachlosigkeit, die man in der Stadt kaum je zu sehen bekomme, erlebbar und die Bevölkerung sensibilisiert, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Zahlreiche Personen seien an öffentlichen Standorten wie Tram- und Bushaltestellen auf die Botschaften aufmerksam geworden.

Dokumentiert und aufgelöst werde die Kampagne über den Hashtag «#schaffesdihei», die dazugehörigen Social-Media-Aktivitäten und die Webseite der Sozialwerke Pfarrer Sieber. Auf der Webseite berichten zahlreiche ehemalige Betroffene, wie sie dank dem Engagement des Hilfswerks aus der Obdachlosigkeit gefunden haben. Interessierte Nutzer werden direkt zu einer Spende aufgefordert. Die Spendenseite wurde für die diesjährige Winterkampagne von Evoq neu konzipiert und für unterschiedliche Nutzungen und Zahlungsmöglichkeiten optimiert, heisst es in der Mitteilung weiter.

20171120_SWS_Website_SoMe

Ein Betroffener berichtet auf Radio 1

Zum Auftakt der Kampagne seien ferner Briefe mit persönlicher Note an potenzielle Spender geschickt worden. Handgeschriebene Hinweise auf den Briefumschlägen oder zerknüllte Umschläge, welche offensichtlich schon einiges mitmachen mussten, sollen dafür sorgen, dass das Mailing unter der üblichen Post auffalle.

20171120_SWS_Mailing_Inhalt

Ergänzt werde die Kampagne mit Inseraten, Zeitungs- und Magazinbeilagen sowie Radiospots. Radio 1 berichtet zudem eine ganze Woche über Obdachlosigkeit in der Schweiz. Werni – ein ehemaliger Obdachloser – sitzt täglich am Mikrofon und erzählt über seine Jahre auf der Strasse und was ihm dabei alles passiert ist.

Verantwortlich bei den Sozialwerken Pfarrer Sieber: Walter von Arburg (Leiter Kommunikation und Fundraising), Hansueli Gujer (Fundraising-Beauftragter); verantwortlich bei Evoq: Adrian Schaffner (Konzept), Nicola Lutz (Projektleitung), Marta Frieden (Design); Serecomm gmbh (Programmierung). (pd/maw)



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