02.09.2019

Digitalswitzerland

30 Top-Shots beschliessen Digital-Initiative

In Genf diskutierten am Montag Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Chancen der Schweiz in der globalen Digitalisierung. Mit dabei waren Bundespräsident Ueli Maurer, Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam und Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen.
Digitalswitzerland: 30 Top-Shots beschliessen Digital-Initiative
Tidjane Thiam (Credit Suisse), Marc Walder (Ringier), Ueli Maurer (Bundespräsident), Gillian Tansund (Booking.com), Doris Leuthard (Alt-Bundesrätin) und Brad Smith (Microsoft) diskutieren am Montag in Genf. (Bild: persoenlich.com)
von Matthias Ackeret

Gut zwei Dutzend von Bundespräsident Ueli Maurer eingeladene, hochrangige Vertreter der globalen und der Schweizer Wirtschaft sowie Spitzenvertreter Schweizer Hochschulen haben am Montag am ersten Swiss Global Digital Summit die Swiss Digital Initiative (SDI) lanciert: eine Verpflichtung, ethische Standards mittels konkreter Projekte in der digitalen Welt zu verankern. Die von Digitalswitzerland lancierte Initiative will die Wissenschaft, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft gemeinsam einbeziehen.

Ein am Summit diskutiertes Grundsatzpapier wurde mit einer autonomen und hochrangig besetzten Gruppe von Experten von Schweizer Universitäten erarbeitet. Inhaltliche Stossrichtung: Digitalisierung muss immer dem Menschen dienen und ihn ins Zentrum stellen.

«Die Schweiz mit ihrer Stabilität, Sicherheit und Zuverlässigkeit, mit ihren weltweit anerkannten Universitäten nimmt bei dieser Initiative ihre Rolle als produktiver und für alle Fortschritte offener Staat wahr. Wir wollen digitalen Wandel fördern, um mit allen Anspruchsgruppen und Partnern realisierbare Voraussetzungen für die Zukunft zu schaffen», sagte Bundespräsident Ueli Maurer.

Start am WEF 2020

In der Zeit bis zum nächsten Jahrestreffen des Word Economic Forum (WEF) in Davos soll sich namentlich die Zivilgesellschaft in den Prozess der SDI einbringen. Anlässlich des WEF 2020 soll die Swiss Digital Initiative mit konkreten Projekten formell gestartet werden.

Trägerin der SDI wird eine Stiftung unter dem Vorsitz von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard. «Unser gemeinsames Ziel ist es, das riesige Potenzial der digitalen Technologien glaubwürdig zu fördern, sodass sie allen Menschen zugutekommt», sagte Leuthard.

Designierte Stiftungsratsmitglieder der SDI sind: Joël Mesot, Präsident ETH Zürich, Yves Flückiger, Rektor Universität Genf, Marc Walder, Gründer Digitalswitzerland sowie Ivo Furrer, Präsident Digitalswitzerland. Die Initialfinanzierung der Stiftung erfolgt über Digitalswitzerland. Stiftungssitz wird Genf. Die SDI richtet sich in erster Linie, aber nicht ausschliesslich, an Unternehmen mit globaler Präsenz.


Teilnehmer des Gipfels waren:

Adecco Group: Alain Dehaze, CEO
Booking.com: Gillian Tans, Chairwoman
Credit Suisse: Tidjane Thiam, Group CEO
EPFL: Martin Vetterli, President
ETH Zurich: Joël Mesot, President
Facebook: Nicola Mendelsohn, Vice-President EMEA
Geneva Internet Platform: Jovan Kurbalija, Head
Google: Olivier Bousquet, Lead of EMEA Google AI teams 
Huawei: Eric Xu, Deputy Chairman/Rotating Chairman
IBM: Martin Jetter, Senior Vice President & Chairman, IBM Europe
ICRC: Peter Maurer, President
Kudelski: André Kudelski, Chairman and CEO
Leuthard, Doris, former Federal Councillor
Microsoft: Brad Smith, President
Migros: Fabrice Zumbrunnen, CEO
Mozilla: Mitchell Baker, Chairwoman
Nestlé: Beatrice Guillaume-Grabisch, Executive Vice President / Global Head Human Resources & Business Services
NZZ: Etienne Jornod, Chairman 
Ringier: Michael Ringier, Chairman
Roche: Christoph Franz, Chairman
SBB: Andreas Meyer, CEO
Swisscom: Urs Schäppi, CEO
SwissRe: Christian Mumenthaler, Group CEO
Siemens: Matthias Rebellius, COO Siemens Smart Infrastructure & CEO Siemens Schweiz AG
United Nations: Kate Gilmore, Deputy High Commissioner for Human Rights
Université de Genève: Yves Flückiger, Rector
Uber: Pierre-Dimitri Gore-Coty, Vice President
UBS: Sergio Ermotti, Group CEO
WEF: Alois Zwinggi, Managing Director
Zurich Insurance: Mario Greco, Group CEO

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Mit dieser Initiative könne die Schweiz im Bereich Ethik rund um Daten und künstliche Intelligenz global Massstäbe setzen, hiess es von Seiten der Veranstalter.


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Kommentare

  • Rolf Frick, 03.09.2019 09:17 Uhr
    Weiter so!

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