25.09.2025

Studie

Digitalisierung spaltet Medienmarkt

Der Medienmarkt wächst dank der Digitalisierung. Klassische Medien kämpfen jedoch mit sinkenden Werbeeinnahmen. Grosse Verlage haben bereits Stellen abgebaut. Dies zeigt der neue «Swiss Entertainment & Media Outlook» von PwC. Die Prognose für die kommenden Jahre ist verhalten.

Laut dem neusten «Swiss Entertainment & Media Outlook» von PwC wuchs der Schweizer Medienmarkt 2024 zwar dank digitaler Segmente, doch klassische Medien leiden unter Werbeschwund und bauen Stellen ab. Für die Zukunft wird nur noch ein moderates Wachstum prognostiziert.

Den Aufschwung verdankt die Branche hauptsächlich der voranschreitenden Digitalisierung. Streaming-Dienste (OTT-Video) verzeichneten ein starkes Plus, und die Internetwerbung wuchs um 10 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich die Bereiche Virtuelle Realität (VR) und Erweiterte Realität (AR) mit einem Wachstum von 16 Prozent im Werbesegment, das von globalen Plattformen wie Google und TikTok dominiert wird.

Diese Entwicklung geht zulasten klassischer Medien wie TV und Zeitungen. Sinkende Werbebudgets führten 2024 zu Umstrukturierungen bei Schweizer Verlagen.

Prognose bis 2029

Für die nächsten vier Jahre erwartet PwC ein moderates jährliches Wachstum von rund 1,5 Prozent. Die stärksten Zuwächse werden in den Bereichen VR, AR und Metaverse mit jährlich 10,5 Prozent prognostiziert. Streaming-Plattformen sollen um 6,9 Prozent und das Kino um 5,5 Prozent wachsen.

Der gesamte Werbemarkt in der Schweiz entwickelt sich mit einem erwarteten Anstieg von 1,5 Prozent pro Jahr hingegen verhalten und liegt damit unter dem westeuropäischen Durchschnitt von 2,8 Prozent.

Neben globalen Unsicherheiten und verändertem Mediennutzungsverhalten stellt auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) die Branche vor Herausforderungen. Gleichzeitig, so die Studie, eröffnet KI Chancen für neue Werbeformate und Geschäftsmodelle. Dies erfordere aber verantwortungsbewusste Lösungen im Umgang mit Datenschutz, Arbeitsplätzen und Ethik. «Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Wer die digitale Dynamik mit Verantwortung und Weitsicht steuert, wird künftig erfolgreich sein», wird Bogdan Sutter, Director bei PwC Schweiz, zitiert. (pd/cbe)


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