12.08.2020

Facebook

Fortschritte im Kampf gegen Hassbotschaften

Das soziale Netzwerk hat im zweiten Quartal sechs Prozent mehr Hassbotschaften herausgefiltert. Grund ist der verstärkte Einsatz von automatisierten Verfahren.

Facebook hat Fortschritte beim Vorgehen gegen Hass-Botschaften auf seinen Seiten verkündet. Trotz der reduzierten Personalkapazitäten während der Coronavirus-Pandemie sei die Rate der proaktiv von dem Unternehmen selbst entdeckten Inhalte dieser Art auf den Facebook-Seiten im zweiten Quartal von 89 auf 95 Prozent gestiegen.

Dies teilte der Konzern in einem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht mit. Bei der zum Konzern gehörenden Instagram-Plattform sei diese Rate von 45 auf 84 Prozent gestiegen.

Die vermeldeten Fortschritte bei der Identifizierung von Hass-Botschaften führt Facebook teilweise auf den verstärkten Einsatz von automatisierten Verfahren zurück. «Wir haben Fortschritte im Kampf gegen Hass auf unseren Apps gemacht, aber wir wissen, dass wir mehr tun müssen, um sicherzustellen, dass sich jeder bei der Nutzung unserer Dienste wohl fühlt», erklärte Guy Rosen, einer der Vizechefs des Konzerns.

Stopp von Werbung

Facebook erliess auch neue Regeln für politische Gruppierungen, die sich bei ihrem Internet-Auftritt das Aussehen von Nachrichtenportalen geben. Diese Websites dürfen zwar auf den Facebook-Seiten präsent bleiben, sie erhalten aber nicht mehr die Vorzugsbehandlung von echten Nachrichtenanbietern, wie der Konzern weiter mitteilte. Dies bedeutet, dass ihre Inhalte nicht mehr in den Feed Facebook News einlaufen.

Facebook steht seit einigen Monaten unter verstärktem Druck, gegen aufwiegelnde, rassistische und irreführende Inhalte auf seinen Seiten vorzugehen. Vor dem Hintergrund der Anti-Rassismus-Proteste in den USA und anderen Ländern hatten Bürgerrechtsaktivisten einen Aufruf zum Werbeboykott von Facebook lanciert, um die Beseitigung solcher Inhalte zu erreichen. Zahlreiche Grossunternehmen stoppten daraufhin das Schalten von Anzeigen auf Facebook (persoenlich.com berichtete). (sda/afp/wid)



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