04.05.2022

Ads Safety Report

Google hat 3,4 Milliarden Anzeigen gelöscht

Der Suchmaschinengigant hat seinen Bericht zur Sicherheit von Anzeigen veröffentlicht. Im Jahr 2021 wurde eine Rekordzahl an missbräuchlichen Ads entfernt – 0,3 Milliarden mehr als 2020. persoenlich.com präsentiert die zentralen Ergebnisse und Neuerungen exklusiv in der Schweiz.
von Tim Frei

Google hat den neuen Ads Safety Report am Mittwochnachmittag europäischer Zeit publiziert. Darin werden die Massnahmen des US-Unternehmens vorgestellt, die darauf abzielen, die böswillige Nutzung der Werbeplattformen zu verhindern.

Mit dem Report macht der Suchmaschinengigant regelmässig transparent, wie er Entscheidungen über Anzeigen und andere monetarisierte Inhalte auf seinen Plattformen trifft. «Tausende von Mitarbeitenden arbeiten rund um die Uhr daran, das Werbenetzwerk für Menschen, Unternehmen und Publisher sicherer zu machen», schreibt Google. 

Eine wichtige Massnahme ist gemäss dem Report ein sogenanntes «Multi-Strike-System» für wiederholte Richtlinienverstösse, das im Jahr 2021 eingeführt wurde. Insgesamt seien über 30 Richtlinien oder Beschränkungen für Werbetreibende und Publisher hinzugefügt oder aktualisiert worden. Darunter eine Richtlinie, «die Behauptungen verbietet, die die Leugnung des Klimawandels fördern» sowie eine Zertifizierung für in den USA ansässige Krankenversicherungsanbieter, die «nur Anzeigen von staatlichen Börsen, Erstanbietern und lizenzierten Drittmaklern zulässt».

Über 3,4 Milliarden Anzeigen wurden gemäss dem Report 2021 entfernt oder blockiert, weil sie gegen die Richtlinien verstossen haben.

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Zudem hat Google im Jahr 2021 über 5,7 Millionen Ads eingeschränkt und über 5,6 Millionen Werbekundenkonten gesperrt. Das US-Unternehmen arbeitet laut eigenen Angaben in «sensiblen Bereichen stark daran», die Einblendung von Werbung zu vermeiden, wenn und wo sie «unangemessen sein könnte». Deshalb würde Werbung für Inhalte, die rechtlich oder kulturell heikel sein könnten, «nur in begrenztem Umfang» erlaubt (siehe Bild unten). «Solche Ads werden möglicherweise nicht jeder Nutzerin respektive jedem Nutzer an jedem Ort angezeigt. Und Werbetreibende müssen unter Umständen zusätzliche Anforderungen erfüllen, bevor ihre Anzeigen geschaltet werden können», schreibt Google weiter.

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Laut eigenen Angaben hilft Google Publishern, «ihre Inhalte zu monetarisieren». Auch diese Inhalte würden bestimmten Richtlinien und Einschränkungen unterliegen. Insgesamt wurden deshalb die Anzeigen-Schaltung auf 1,7 Milliarden Publisher-Seiten (siehe Grafik unten) sowie rund 63'000 Publisher-Websites blockiert oder eingeschränkt.

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Mehr Informationen zum Report gibt es im Blogpost von Scott Spencer, VP of Product Management, Ads Privacy and Safety von Google.



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