22.03.2020

Serie zum Coronavirus

«Ich musste eine Routine definieren»

Im Teil 5 unserer Serie: Diana Engetschwiler von Digitalswitzerland über die Arbeit in Kühlschranknähe.
Serie zum Coronavirus: «Ich musste eine Routine definieren»
Diana Engetschwiler ist Senior Director und Head of Public Dialogue + Digital Day bei Digitalswitzerland. (Bild: zVg.)
von Matthias Ackeret

Frau Engetschwiler, wie fest beeinträchtigt Corona Ihren persönlichen Alltag?
Gerade als ehemalige Schweizer Volleyball-Nationalspielerin hat die direkte Kommunikation und der Austausch mit dem Team einen wichtigen Stellenwert. Der persönliche Kontakt ist jedoch in der gegenwärtigen Situation nicht möglich. Daher überbrücke ich die Distanz mit Telefongesprächen und setzte im Austausch auf tolle Onlinetools, obwohl diese bei weitem nicht alle Sinne ansprechen. Ich arbeite jetzt von zu Hause aus und musste erst einmal eine angemessene Routine definieren. Dabei habe ich festgestellt, dass der Kühlschrank viel zu nahe am Arbeitstisch steht (lacht). Meine Abendessen verbringe ich gelegentlich mit virtuellen Gesprächen. Erst neulich habe ich mit einem Freund virtuell gekocht und gegessen – und das alles mit meinem eigenen Avatar. Das sollte man unbedingt einmal ausprobieren. 

Welche Auswirkungen hat der Virus auf Ihr Business?
Da wir nicht wissen, wie sich die Situation entwickelt, sind wir gezwungen, in unterschiedlichen Szenarien zu denken und Meetings komplett online abzuhalten. Glücklicherweise ist das digitale Arbeiten schon längst ein fester Bestandteil von Digitalswitzerland. Besonders erfreulich ist, dass das Team noch kreativer geworden ist und neue Ideen aus dem Boden gestampft werden. Kreativität entsteht oft aus einer Not heraus. Das erzeugt mehr Austausch, Nähe und Kampfgeist im Team, da wir alle im gleichen Boot sitzen.

Welche Massnahmen haben Sie getroffen?
Wir setzen auf Agilität: Im ganzen Digitalswitzerland-Team finden mehrere abteilungsübergreifende Brainstormings statt, um in diesen schwierigen Zeiten einen echten Mehrwert für unsere Mitglieder aber auch für die Bevölkerung zu gewährleisten. Als Vorsichtsmassnahme wurden Sparpläne initiiert, um die Motivation im Team aufrechtzuerhalten, machen wir so oft wie möglich gemeinsam virtuellen Sport, oder verabreden uns während einer Online-Kaffeepause.



Was bedeutet die Corona-Pandemie für die verschiedenen Akteure der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche? Bis auf Weiteres wird persoenlich.com jeden Tag eine betroffene Person zu Wort kommen lassen. Die ganze Serie finden Sie hier.

 



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