«Ein Vater sucht seinen Sohn», ein junger Mann habe «seitdem kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben», «wir haben keinerlei Nachricht von unserer Freundin und Kollegin», «wo bist du?» - solche Botschaften häufen sich in den Facebook- und Instagram-Feeds. Zu sehen sind oft sehr junge Gesichter, darunter auch Jugendliche, die 2010 oder 2011 geboren wurden.
Begleitet werden diese Aufrufe meist mit dem Hinweis: «Falls jemand Informationen hat, bitte melden.» Dem Appell, die Informationen «so weit wie möglich» zu verbreiten, folgen zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer, indem sie die Beiträge weiter teilen.
So viele Details wie möglich
Zudem wurden spezielle Seiten eingerichtet, um all diese Hilferufe zu bündeln. Dazu zählen etwa das Instagram-Profil «cransmontana.avisderecherche» oder die Facebook-Seite «Crans Montana 01.01.2026 Recherche Personnes». Letztere will «möglichst viele Suchanzeigen zusammenführen, damit sich alle besser orientieren können.»
Neben Namen, Fotos und Kontaktangaben der gesuchten Personen wird dazu aufgerufen, sämtliche für die Identifizierung relevanten Details anzugeben: Tätowierungen, Piercings, Schmuck, besondere Zahnmerkmale, Metallplatten, Schrauben oder Implantate - «auch solche, von denen die Eltern nichts wussten...»
Auch «cransmontana.avisderecherche» gibt diesen Rat weiter und verbreitet den Appell «einer Pflegefachperson aus dem Berner Spital», die darauf hinweist, dass Mitarbeitende der Spitäler die veröffentlichten Suchmeldungen aufmerksam verfolgen. (sda/nil)

