24.12.2025

Meta

Italien stoppt WhatsApp-Exklusivität

Die italienische Kartellbehörde fordert Meta auf, andere KI-Chatbots auf WhatsApp zuzulassen. Der Konzern wehrt sich gegen die im Juli eingeleitete Untersuchung wegen mutmasslichen Machtmissbrauchs.

Die italienische Kartellbehörde geht gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta wegen mutmasslichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung vor. Die Wettbewerbsbehörde AGCM verhängte laut einer Mitteilung vorläufige Massnahmen und forderte Meta auf, Vertragsbedingungen auszusetzen, die andere KI-Chatbots beim Messenger-Dienst WhatsApp ausschliessen.

Die Untersuchung sei im Juli eingeleitet worden, heisst es in der Mitteilung. Das Unternehmen habe den Dienst Meta AI in die App des Kurznachrichtendienstes WhatsApp integriert, wo er gegenüber den Diensten anderer Wettbewerber eine herausragende Stellung einnehme. Italien stimme sich auch mit der Europäischen Kommission ab, um sicherzustellen, dass das Verhalten von Meta auf wirksame Weise angegangen werde.

Meta: Entscheidung ist unbegründet

Meta wies die Vorwürfe zurück. Die Entscheidung der Kartellbehörde sei unbegründet, sagte ein Sprecher der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Das Aufkommen von Chatbots mit künstlicher Intelligenz habe das System unter Druck gebracht; es sei nicht für diese Art der Nutzung ausgelegt. Meta werde gegen die Forderungen der Wettbewerbsbehörde vorgehen. (awp/sda/dpa/cbe)


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