Vidhya Srinivasan, Vice President von Google Ads & Commerce, legt in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbrief erstmals konkrete Zahlen zur Nutzung vor. Die Zahl der KI-generierten Werbemittel habe sich 2025 verdreifacht. Tools wie Nano Banana und Veo 3 ermöglichen es Werbetreibenden, Videos und Bilder in Minuten zu erstellen – «KI als Echtzeit-Kreativpartner», so Srinivasan.
Das im Januar auf der NRF-Konferenz vorgestellte Universal Commerce Protocol (UCP) ist nun operativ: Nutzer in den USA können direkt im AI Mode der Google-Suche oder in der Gemini-App bei Etsy und Wayfair einkaufen. Shopify, Target und Walmart sollen in Kürze folgen. UCP standardisiert Identitätsprüfung und Zahlungsabwicklung über KI-Agenten. Laut Srinivasan haben sich seit der Einführung Hunderte von Tech-Unternehmen und Händlern für eine Integration interessiert.
Gesponserte Empfehlungen in KI-Antworten
Google testet neue Werbeformate direkt in KI-generierten Suchantworten. Neben organischen Shopping-Empfehlungen zeigt der AI Mode nun auch gesponserte Händler-Angebote – gekennzeichnet als «Sponsored». Mit «Direct Offers» können Marken zudem individuelle Angebote wie Loyalty-Vorteile oder Produktbundles direkt an kaufbereite Nutzer ausspielen.
Parallel dazu setzt Google auf YouTube-Creators: KI soll künftig automatisch Marken mit passenden Creator-Communities zusammenbringen, um deren «organischen Einfluss kommerziell nutzbar» zu machen. Das im Vorjahr gestartete Programm «Open Call» wird damit ausgebaut.
Mit dem AI-Max-Kampagnenformat erschliesse Google «Milliarden von neuen Suchanfragen», die Werbetreibende bisher nicht erreicht hätten, so Srinivasan. (pd/cbe)

