Google und Apple bekommen mit ihren Smartphones und Betriebssystemen in Europa seit Dienstag neue Konkurrenz: Der Konzern Telefónica startete in seinem Heimatland Spanien erstmals den Verkauf von Multifunktionshandys mit dem Betriebssystem Firefox OS, entwickelt von der gemeinnützigen Mozilla-Stiftung.
Bei den Geräten handelt es sich um Smartphones des chinesischen Herstellers ZTE. Die Handys werden nach Angaben der Telefónica für 69 Euro (85 Franken) verkauft, 30 Euro (37 Franken) Prepaid-Telefonguthaben inklusive. Die Geräte verfügen über einen berührungsempfindlichen Bildschirm, eine Kamera, einen UKW-Radioempfänger sowie eine Speicherkarte mit vier Gigabyte Speichervolumen. Daneben verfügen sie mit der Mozilla-Software über Funktionen, die für Smartphones heute üblich sind. Dazu zählen E-Mail, Internet-Browser, Kalender und einen GPS-Chip zur Ortung des Nutzers, wie er für standortbezogene Smartphone-Dienste benötigt wird.
Weitere Geräte mit Firefox OS sollen folgen, teilte die Telefónica mit. In den kommenden Wochen werde der Konzern auch in anderen Ländern mit dem Verkauf von Firefox-Smartphones beginnen, darunter in Venezuela und Kolumbien.
Die Deutsche Telekom will in Kürze in Polen Firefox-Handys auf den Markt bringen, später auch in anderen Ländern. Die Mozilla-Stiftung hatte ihr Smartphone-Betriebssystem im Februar vorgestellt. (sda)

